Diese Woche im A + S Aktuell

Ausgabe A+S Aktuell 33- 2017



Wichtiger Hinweis des Verlages und der Redaktion:

Sofern es zu Abbrüchen bei Verkaufstransaktionen auf unserer Bestellseite kommt, bitten wir Sie sich in diesen Fällen direkt an den Geschäftsührer Herrn Wolfgang G. Lange unter 0172 - 2500324 zu wenden.

Gesundheits- und Sozialpolitik:
Hamburg plant „Bürgerversicherung“ durch die Hintertür

(A+S 33 – 17) Die Wahlen zum 19. Deutschen Bundestag rücken immer näher. Viele führende Gesundheitspolitiker der Sozialdemokratie dürften auf Grund der aktuellen Wahlumfragen die Chancen für ein rot-rot-grünes Wahlbündnis sinken sehen. Damit schwinden auch die Hoffnungen auf eine Einführung der „Bürgerversicherung“ in der kommenden Legislaturperiode, eines der zentralen gesundheitspolitischen Ziele der SPD. Kein Wunder, wenn man nach Alternativen sucht, das Gewünschte doch noch zu erreichen. Einen raffinierten „Ausweg“ aus dem Dilemma stellte am 8. August 2017 die erfahrenste SPD-Ressortchefin in den Bundesländern, Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks (61) der Öffentlichkeit vor. An der Alster soll ab 2018 der erste Versuch starten, die Bürgerversicherung bei einer wichtigen Klientel der PKV durch die Hintertür einzuführen.

Gesetzliche Krankenversicherung:
eGK-Drama weitet sich aus: Nun rennt die Nachzüglerin ELGA strukturell davon

(A+S 33 – 17) Eigentlich hat man sich daran gewöhnt, daß es rund um die Einführung der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) seit Jahren fast nur Negativmeldungen gab. Die hinterher von der gematik GmbH selbst, ihren Gesellschaftern oder dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) dementiert werden mußten. Aktuell erscheint es immer noch fraglich, ob der Timetable für den Roll-Out der Konnektoren in den Praxen von Ärzten und Zahnärzten eingehalten werden kann. Für den von der T-Systems GmbH verantwortete Region befürchten das viele Experten. So mußten CDU-Ressortchef Hermann Gröhe MdB (56) wie auch der Ersatzkassenverband vdek am 7. August 2017 für die gematik-Planer und ihre Supporter in die Bresche springen, um wenigstens den Glauben der Öffentlichkeit an die Zukunft der technisch schon heute veralteten Karte etwas aufrecht zu erhalten. Daß sich mehr und mehr Akteure von der eGK abwenden und bereits an eigenen, neuen wie modernen Lösungen arbeiten, das darf daher nicht verwundern. Politisch ärgerlich müßte es eigentlich aber für die gematik wie auch das Ministerium sein, wenn Karten- und IT-Lösungen in anderen europäischen Staaten, die später gestartet sind, technisch wie strukturell an der deutschen vorbei ziehen.

GKV-Mitgliederentwicklung I: „And the winner takes it all …“

(A+S 33 – 17) Während andere Volkswirtschaften schwächeln, geht es in Deutschland immer weiter aufwärts. Auch wenn die Integration der Flüchtlinge und Immigranten schwer fallen mag, es ist extrem lange her, daß in bundesdeutschen Landen fast Vollbeschäftigung herrschte. Dieses schlägt sich bekanntlich in den Daten und Fakten der Sozialversicherungszweige nieder, macht also auch nicht vor der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) halt. Kein Wunder, daß die Be-amten des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) immer besser werden. Bereits am 2. August 2017 legten sie ihre GKV-Monatsstatistik zum Stichtag 1. Juli 2017 vor. Wie schon im Mai 2017 hatten sie trotz der Ferienzeit die Meldungen der 113 noch bestehenden Krankenkassen gem. For-mular KM1 schnell ausgewertet. Das Fazit fiel wiederum glänzend aus: Die GKV konnte auch in den ersten sechs Monaten des Jahres 2017 nicht nur einen neuen Mitglieder-, sondern auch einen erneuten Versichertenrekord verbuchen. Aber nur drei der sechs Kassenarten profitierten per Sal-do von dem massiven Anstieg der Mitglieder- und Versichertenzahlen. Entgegen aller ökonomi-schen Trends müssen sich die Kassengranden in allen anderen Kassenarten so ihre Gedanken machen, warum aktuell das so genannte „grüne Lager“, also die elf Ortskrankenkassen, den Lö-wenanteil an der Zuwachs-Butter auf dem dicken Brot des Erfolges wegstreicht. Dieses Ergebnis dürfte bald zu weiteren öffentlichen Streitereien zwischen den Kassenarten führen. Denn den Wettbewerb um neue Mitglieder und Versicherte stellen sich diese anders vor.

GKV-Mitgliederentwicklung II: Gegenüber den AOKen wirken die meisten machtlos

(A+S 33 – 17) In den ersten sechs Monaten des Jahres 2017 setzten die elf Ortskrankenkassen ihren „Siegeszug“ bei der Mitglieder- und Versichertenentwicklung in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) ungebremst fort. Statt rund 70 Prozent noch vor drei Monaten (vgl. A+S 19 – 17, S. 5ff.), „sackten“ die AOKen mittlerweile fast fünf Sechstel des GKV-Nettozuwachses des 1. Halbjahres 2017 ein (vgl. Beitrag in dieser A+S-Ausgabe). Kein Wunder, wenn weiterhin sieben der elf Schwestern aus dem „grünen Lager“ die TOP 10-Liste des neuesten dfg-GKV-Mitglieder-Rankings nach Köpfen dominierten. Das geht aus den Erhebungen der Redaktion des gesundheitspolitischen Hintergrunddienstes „dfg – Dienst für Gesellschaftspolitik“ für das aktuelle dfg-Ranking zum Stich-tag 1. Juli 2017 hervor, das am 17. August 2017 erschien.

Pflege:
DPR macht ernst: Binnen eines Jahres soll die Bundespflegekammer „stehen“

(A+S 33 – 17) Im 1998 gegründeten Deutschen Pflegerat (DPR) dürften die wichtigsten Organisationen des bundesdeutschen Pflege- und Hebammenbereiches zusammengeschlossen sein. Knapp 20 Jahre arbeitete man an dem ehrgeizigen Ziel, für die diversen Berufe ein gemeinsames, körperschaftliches Dach zu schaffen, um sich ebenbürtig neben den Organisationen der Heilberufe zu etablieren. Seit dem 15. August 2017 scheint die Gründung einer „Bundespflegekammer“ nicht mehr fern zu sein.

Personalia:

1. EMA-Sitz: Gröhe engagiert Wolfgang Clement als Sonderbeauftragten
2. KV Bremen: Vorstand wieder komplett
3. Ruhe vor dem nächsten Sturm: Vorstand der KV Berlin kann endlich arbeiten


Verlagsmitteilung:

Seit der 9. Gala zur Verleihung der dfg Awards® 2017 am 8. Juni 2017 wurden die Redaktionen der beiden Hintergrunddienste „dfg – Dienst für Gesellschaftspolitik“ sowie „A+S aktuell – Ambulant und Stationär aktuell“ mit vielfachen Nachfragen konfrontiert. Wo und wie man denn an die Teilnehmerliste und an Fotos von der Veranstaltung gelangen könne. Für alle interessierten dfg-Leserinnen und Leser ist es in 2017 ganz einfach: Die MC.B Verlag GmbH stellte entsprechende Dateien kostenlos auf den Websiten www. mcb-verlag.de und www.dfg-online.de unter der Rubrik „dfg Award“ ein.

Terminvorankündigungen:

(A+S 33– 17) Die MC.B Verlag GmbH weist auf drei Veranstaltungen hin, die von den Mitarbeitern der MC.B-Firmengruppe organisiert werden:

–    Auch die 10. Gala zur Verleihung der dfg Awards® 2017 ist bereits terminiert. Sie wird voraussichtlich am 7. Juni 2018 in Hamburg stattfinden.

Auch von der MC.B Beauty GmbH und ihrem MC.B Beauty-Team gibt es neue Nachrichten. Sie fungieren als „Unterstützer des Bundespresseballs 2015 und Partner des Bundespresseballs 2016“ . Die  der von den dfg-Galas bekannten Teams kümmerten sich am Abend des 27. Novembers 2015 und am 25.November 2016 mit Sportphysiotherapeut Markus Frey und seinen Mitarbeitern im ADLON SPA um die Wellness-Belange der rund 2.300 Ballgäste.

 zum Download der Ausgabe A+S Aktuell 33 - 2017

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Der A + S aktuell ist neben dem dfg - Dienst für Gesellschaftspolitik der Branchendienst im Gesundheitswesen.
Er ist im Jahresabonnement erhältlich für z.Zt. 456,00 € netto p.a. (Ausland zzgl. Versandkosten von 125 € p.a.). Im Laufe des Jahres eingegangene Abonnements werden pro tempore rata abgerechnet. Kündigungen des Jahresabonnements sind jeweils drei Monate zum Jahresende möglich (30.09. mit Wirkung zum 31.12. des gleichen Jahres).

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Auch A + S aktuell versperrt sich nicht dem technischen Fortschritt. Neben der klassischen und im Gesundheitswesen weit verbreiteten Print-Version bieten wir unseren Leserinnen und Lesern auch die A + S pdf Dienstleistung an. Vor allem für diejenigen Entscheidungsträger, die Mittwochs schon lesen wollen, was in der laufenden Woche im "A + S aktuell" publiziert wird.

Hierbei handelt es sich um die elektronische Ausgabe des "A + S aktuell" .

Der eMail-Versand per pdf erfolgt i. d. R. Mittwochs, so daß die Leserinnen und Lesern den "A + S aktuell" einen Tag früher als die Print-Version erhalten. Ein Informationsvorsprung, der von vielen Entscheidungsträgern geschätzt wird.

Für den Bezug der pdf-Dienstleistung ist der Abschluß eines gesonderten Lizenzvertrages notwendig. Um Körperschaften den Abschluß zu erleichtern, wurde mit dem Bundesversicherungsamt (BVA) ein entsprechender Mustervertrag abgestimmt. Verträge sind unterjährig abschließbar und werden pro tempore rata im Rumpfvertragsjahr abgerechnet.

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