Diese Woche im A + S Aktuell

Ausgabe A+S Aktuell 25 - 2021



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Kommentar zur Gesundheits- und Sozialpolitik:
SGB V-Reform: Wer erfüllt die (verständlichen) Wünsche eines Franz Knieps!?

(A+S 24 – 21) Wahlkampfzeiten in Deutschland bedeuten auch die hohe Zeit der politischen For-derungspapiere. Wer als Verband, Institution oder Lobbygruppe etwas auf sich hält, beginnt an zu formulieren. Man faßt – mehr oder minder gekonnt – seine Wünsche, Forderungen und Vorstellungen an eine künftige Bundesregierung zusammen. Das gehört zum guten Stil und hat Tradition – auch im bundesdeutschen Gesundheitswesen. Auch wenn einige der kundigen Thebaner*innen beim Studium so manches interessengeleiteten Textes ins große Gähnen verfallen. Vor allem, wenn die Text-Pakete zu umfangreich geraten. Bei den Betriebskrankenkassen (BKKen) stehen seit dem 8. Juni 2021 die Zeichen auf ein „Ein weiter so kann es nicht geben.“ Der BKK Dachverband (BKK DV) faßte seine gesundheitspolitischen Forderungen für die kommenden Jahre unter dem Titel „Anpacken. Ein gesundheitspolitisches Aufgabenheft für die Legislatur 2021 – 2025“ zusammen. Und mit einem gewichtigen Traum ließ er so einige der erfahrenen Akteur*innen im Gesundheitswesen regelrecht auffahren. Weil der Verband aussprach, was schon viele andere nur im stillen Kämmerlein zu denken wagten: „Das Sozialgesetzbuch richtig neu schreiben“.

Ärzte:
Kaum umsetzbar – Spahn-Verordnung bringt Vertragsärzte auf die Palme

(A+S 24 – 21) Skrupellose Krisengewinnler*innen gibt es seit Menschengedenken, die gerne in Notsituationen nicht nur ihre wirtschaftlichen Vorteile aus der Pein ihrer Mitmenschen ziehen. Kein Wunder, daß man nach Corona-Masken, dem Bereitstellen von Impfdosen nun sogar mit dem „Corona-Testen“ gute Geschäfte machen kann, teilweise in betrügerischer Absicht. Vor allem, weil die offenbar völlig überforderten Beamt*innen im Bundesgesundheitsministerium (BMG) die für die je-weilige Beschaffung und Abgabe notwendigen Vorschriften schlampig formulierten. Aus den aktu-ell aufgedeckten Mißständen zog man im Haus von CDU-Minister Jens Spahn MdB (41) so seine Konsequenzen und gab am 9. Juni 2021 eine zweite Novelle zur „Corona-Testverordnung“ in die Ressortabstimmung der Bundesregierung. In der umständlichen wie verschrobelten BMG-Beamt* innen-Sprache versuchte man auf 48 Seiten die Details des Test-Geschehens neu zu regeln. Eigentlich sollte mit der Verordnung die Stellung der 17 regionalen Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) irgendwie gestärkt werden. Denn für das Arbeiten und Überwachen des Test-Geschehens sollten die vertragsärztlichen Körperschaften zusätzliches Geld aus dem Bundeshaushalt erhalten (vgl. A+S 23 – 21, S. 2). Doch nach der ersten, wohl nicht nur flüchtigen Lektüre des Oeuvres aus der Berliner Friedrichstraße verweigerte sich die Vertragsärzteschaft unisono fluchend wie vehement dieser neuen, staatlicherseits oktroyierten Aufgabe.

Personalia:

1. BDPK setzt auf Kontinuität
2. MEDICLIN: Konzern tauscht Vorstandsvorsitzenden aus
3. Landeskrankenhaus Andernach: Revirement beendet
4. Stiftung Münch erweitert Vorstand
5. DPR wird künftig von einem Damen-Trio geleitet
6. DBfK wählt Vorstandsmitglieder virtuell
7. AOK BV-Vize frühzeitig bestätigt
8. Prof. Dr. med. Wildor Hollmann (1925 – 2021)

Dokumentation:
BMC-Gegenmodell: „Mehr Ökonomie wagen!“ im Gesundheitswesen

(A+S 24 – 21) Die Forderung „Mehr Ökonomie wagen!“ im Gesundheitswesen hätte man eigentlich von einem politischen Papier der FDP erwartet oder von einem der dafür zuständigen „Flügel“ der Union. Nicht aber von einem Interes-senverband wie dem Bundesverband Managed Care (BMC). Am 14. Juni 2021 legte dieser öffentlich ein entsprechend tituliertes Strategiepapier vor.

Wir dokumentieren das BMC-Papier im vollen Wortlaut.


Verlagsmitteilung:

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Hierbei handelt es sich um die elektronische Ausgabe des "A + S aktuell" .

Der eMail-Versand per pdf erfolgt i. d. R. Mittwochs, so daß die Leserinnen und Lesern den "A + S aktuell" einen Tag früher als die Print-Version erhalten. Ein Informationsvorsprung, der von vielen Entscheidungsträgern geschätzt wird.

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