Diese Woche im A + S Aktuell

Ausgabe A+S Aktuell 42 - 2020



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Kommentar zur Gesundheits- und Sozialpolitik:

Über „Totengräber“ von tradierten Systemen

(A+S 42 – 20) Eigentlich herrscht herbstliche Ferienstimmung – nicht nur im Hohen Haus an der Spree, sondern in der gesamten Republik. Auch wenn inzwischen die zweite Welle der Corona-Pandemie über die Bundesrepublik Deutschland zu schwappen scheint. Mit allen möglichen, noch völlig unabsehbaren Folgen. Und eine Woche ohne einen neuen, möglicherweise unerwarteten Gesetzentwurf aus dem Hause des amtierenden CDU-Bundesgesundheitsministers Jens Spahn MdB (40), das verschafft etwas Luft, um über die möglichen, „größten Totengräber“ von tradierten Systemen im bundesdeutschen Gesundheitswesen nachzudenken.

Gesetzliche Krankenversicherung:
GKV-Schätzerkreis: Zeche der „Brachiator“-Tour zahlen Bürger und Leistungserbringer

(A+S 42 – 20) Staatsbedienstete sind in der Regel gehorsam und setzen die Vorgaben ihrer Vorgesetzten meist eins zu eins um. Daher war es zu erwarten, daß am 13. Oktober 2020 der so genannte Schätzerkreis für die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) zu keinen einvernehmlichen Ergebnissen kam. Die Abgesandten aus dem CDU-geführten Bundesgesundheitsministerium (BMG) und dem dienstlich dem Bundesarbeitsministerium (BMAuS) – das bekanntlich von der SPD regiert wird – unterstehenden Bundesamt für Soziale Sicherung (BAS) fuhren gegenüber den Repräsentanten des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (GKV-SV) die von CDU-Bundesgesundheitsminister Jens Spahn MdB (40) im Gesundheitswesen eingeführte „Brachiator“-Tour offenbar konsequent weiter fort. Obwohl man eigentlich die Hintergründe und die genauen Zahlenwerke kennen müßte, wird man dem zuständigen Ressortchef empfehlen, den durchschnittlichen GKV-Zusatzbeitrag für 2021 „nur“ auf 1,3 Prozent zu erhöhen. Im politischen Berlin will man es so, basta.

Private Krankenversicherung:
PKV: Wettbewerb beflügelt vor allem den Bereich „Zusatzversicherungen“

(A+S 42 – 20) Das Jahr 2019 war ein relativ gutes Jahr für die Private Krankenversicherung (PKV). Nicht nur das ideologische Gedankenprodukt einer „Bürger“- oder „Einheitsversicherung“ war weit-gehend vom Berliner Altartisch der Politik verbannt. Und auch die Rechtsprechung gab sich vorwiegend freundlich. Ausreichend Zeit für die nunmehr 42 Mitgliedsunternehmen des Verbandes der privaten Krankenversicherung (PKV-Verband) sich im Wettbewerb um Versicherte neu aufzustellen und überzeugende Vorbereitungen für die sicherlich im nächsten Bundestagswahlkampf aufkeimenden neuen Debattenrunden zu treffen. Die Branchenmitglieder kämpften in den letzten Jahren wie auch 2019 mit höchst unterschiedlichem Erfolg. Der „Markt“ driftete weiter erheblich auseinander. Gewonnen wurde vornehmlich wohl nur im Beamtensegment bzw. im Bereich der Zusatzversicherungen. Das geht aus dem aktuellen, jährlich erscheinenden dfg-PKV-Versicherten-Ranking des gesundheitspolitischen Hintergrunddienstes „dfg – Dienst für Gesellschaftspolitik“ vom 15. Oktober 2020 hervor, das nur für Abonnenten als Supplement Nr. 10 – 20 der „BzG – Beiträge zur Gesellschaftspolitik“ dieser A+S-Ausgabe beiliegt.

Personalia:

1. NKG bestätigt Vorstandsvorsitzenden
2. Württembergische mit neuem Vorstandsvorsitzenden
3. FRESENIUS SE steht Wachwechsel im Aufsichtsrat bevor
4. Und dann war da noch …

Verlagsmitteilung:

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Hierbei handelt es sich um die elektronische Ausgabe des "A + S aktuell" .

Der eMail-Versand per pdf erfolgt i. d. R. Mittwochs, so daß die Leserinnen und Lesern den "A + S aktuell" einen Tag früher als die Print-Version erhalten. Ein Informationsvorsprung, der von vielen Entscheidungsträgern geschätzt wird.

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