A + S Aktuell - Ausgabe 42 - 2013

Hersteller MCB-Verlag

Artikel-Nr.: SW10091

 

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Produktinformationen "A + S Aktuell - Ausgabe 42 - 2013"

Heilberufe:

FVDZ-"Wende": Paradigmatisch für alle Verbände der Heilberufler!?

(A+S 42 - 13) Vom 10. bis zum 12. Oktober 2013 fand in der Bundesstadt Bonn die Hauptversammlung eines Lobby-Verbandes im Gesundheitswesen statt, die weder die führenden Gesundheitspolitiker der Republik noch die Medien animierte, an den Rhein zu reisen. Die Planungen der bisherigen Macher standen - wie bei anderen Interessengruppen auch - auf ein "weiter so wie bisher". Wenn diese Strategie aufgegangen wäre, dann hätte man kaum Pythia spielen müssen, um abzusehen, daß in diesem Falle der Freie Verband Deutscher Zahnärzte (FVDZ) weiter vor sich hin gesiecht, zur absoluten Bedeutungslosigkeit herab gesunken wäre. Wie so viele andere, zum Teil mit uralten Traditionen behaftete Zusammenschlüsse im Gesundheitswesen, deren heutige Entscheidungsträger sich immer noch wundern, warum ihrem Verband die einst so hohe Aufmerksamkeit durch Politik, Medien und Gesundheitswesen flöten gegangen ist.


Krankenhäuser:

1. Der Krieg um die Marktführerschaft setzt sich unvermindert fort

(A+S 42 - 13) Der Krieg um die absolute Marktführerschaft im deutschen Krankenhausmarkt dürfte noch lange nicht beendet sein. Denn die Entscheidungsträger in den Familien Braun (Melsungen) und gr. Broermann (Hamburg/Königstein) geben beim Kampf um die Macht bei der RHÖN-Klinikum AG nicht auf. So stockten Mitglieder der Familie Braun wie auch deren Beteiligungsge- sellschaften ihren Aktienbestand auf 10,98 Prozent am Bad Neustädter Konzern auf, halten damit eine Sperrminorität und wollen die beiden vakanten Posten im RHÖN-Aufsichtsrat mit ihren Ver- trauensleuten besetzen. Frankfurter Bankerkreise wispern indessen, daß die Asklepios-Gruppe hinter den Kulissen Geld in dreistelliger Mill.-€-Höhe einsammelt, um für größere "Aktionen gewappnet" zu sein. Im Nordhessischen wie auch an der Alster will man immer noch verhindern, daß die Kronberger FRESENIUS S.E. für ihre Klinik-Tochter, die Berliner HELIOS Kliniken GmbH, wenn nicht gänzlich, so doch nach 43 der RHÖN-Einrichtungen greift. Dem Aktienkurs tun die Turbulenzen gut, er bewegte sich bei Redaktionsschluß dieser A+S-Ausgabe über 20 € je Aktie.


2. A+S-Serie (Teil 8): EBITDA-Ranking der größten öffentlichen Klinik-Konzerne

(A+S 42 - 13) Mit dieser Ausgabe legt die A+S-Redaktion den vorletzten Teil der Ranking-Serie der öffentlichen Krankenhauskonzerne in Deutschland vor. Teil 8 widmet sich den EBITDA Daten. Diese stellen, schenkt man Finanzchefs, Controllern und anderen Experten Glauben, so etwas wie den Gold-Standard für eine Unternehmensbewertung dar. Kein Wunder, wenn öffentliche Konzerne nur ungern diese Daten preisgeben wollen. Dabei ist der EBITDA noch besser als der EBIT geeignet, um den Erfolg eines Unternehmens darzustellen. Neben den Finanzierungseffekten und den Steuern wird das Ergebnis zusätzlich um die Abschreibungen korrigiert. Einrichtungen, die durch hohe Investitionen große Abschreibungen und damit einen geringeren Jahresüberschuß/-fehlbetrag aufweisen als Einrichtungen die weniger investieren, lassen sich somit besser vergleichen. Allerdings muss man berücksichtigen, dass in den Bilanzen auch die öffentlichen Fördermittel nach Krankenhausfinanzierungsgesetz (KHG) enthalten sind. Dadurch steigt der EBITDA, da die Fördermittel bei dieser Kennzahl nicht erfolgsneutral ausgewiesen werden. Resultiert die Höhe der Abschreibungen auf Anlagevermögen und Sachanlagen vornehmlich aus öffentlich gefördertem Anlagevermögen, kommt es somit zu einer eingeschränkten Vergleichbarkeit des EBITDA der einzelnen Unternehmen.


Gesetzliche Sozialversicherung:

Rechengrößen 2014: Für die PKV wird es noch schwerer Versicherte zu rekrutieren

(A+S 42 - 13) Das Bundeskabinett segnete am 16. Oktober 2013 die Verordnung über die "maß-gebenden Rechengrößen in der Sozialversicherung für das Jahr 2014" ab. Vorbehaltlich der Zustimmung des Bundesrates treten diese zum 1. Januar 2014 in Kraft. Der der A+S-Redaktion vorliegende Referentenentwurf aus dem Ressort von CDU-Bundesarbeitsministerin Dr. med. Ursula von der Leyen MdB (55) paßt die im nächsten Jahr gültigen Werte an die Einkommensentwicklung 2012 an. Für die PKV-Unternehmen dürften die erfolgten Erhöhungen der Rechengrößen ein gewisses Rekrutierungserschwernis darstellen.


Gesetzliche Krankenversicherung:

Schätzerkreis: Gesundheitsfonds überspringt 200 Mrd. €-Schwelle

(A+S 42 - 13) Wenn Beamte oder Angestellte eines großen Verbandes in eine richtungsweisende Sitzung gehen, dann haben sie meist Aufträge im Gepäck. Aufträge in Form von konkreten Handlungsanweisungen, wie hinterher die Ergebnisse auszusehen haben. Schließlich wollen die jeweiligen Chefs "ihre" Ergebnisse beschlossen und publiziert wissen. Angesichts der aktuellen Lage im bundesdeutschen Gesundheitswesen war es kein Wunder, daß die jüngste Sitzung des Schätzerkreises für die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV-Schätzerkreis) am 10. Oktober 2013 hinsichtlich der künftigen Leistungsausgaben der aktuell 134 Krankenkassen in Deutschland in 2014 zu keinem einvernehmlichen Ergebnis kam. Die Repräsentanten des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (GKV-SV) hielten offensichtlich dem politisch motivierten Zahlen-Druck von Seiten der Beamten aus dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) und des Bundesversicherungsamtes (BVA) stand. Denn auch bei der Prognose 2013 gab es Dissens. BVA-Präsident Dr. iur. Maximilian Gaßner bedauerte hinterher diesen Tatbestand. Ändern konnte er ihn auch nicht.


Personalia:
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