A + S Aktuell - Ausgabe 01 + 02 - 2014

Hersteller MCB-Verlag

Artikel-Nr.: SW10103

 

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Produktinformationen "A + S Aktuell - Ausgabe 01 + 02 - 2014"

A + S Aktuell - Ausgabe 01+02 - 2014

Gesundheits- und Sozialpolitik:
Politisches Schachbrett: BMG-Besetzung diente der „Versorgung“ von CDU-Paladinen

(A+S 1+2 – 14) Seit dem 17. Dezember 2013 amtiert von der Berliner Friedrichstraße aus Her-mann Gröhe MdB (52) als 15. Bundesminister für Gesundheit der Bundesrepublik Deutschland. Man wird dem aus dem niederrheinischen Uedem stammenden Volljuristen die üblichen 100 Tage zugestehen müssen, um sich ein klares Bild über seine mögliche Amtsführung, seine eigenen Ziele und Positionen machen zu können. Eines scheint aber schon heute gewiß, die bundesdeut-sche Gesundheitspolitik wird seit der Amtsübernahme Gröhes von NRW aus gelenkt und wird dort entschieden. Denn zusammen mit dem ehemaligen CDU-Generalsekretär erschien eine fast voll-ständig neue Mannschaft in der Lackschuhabteilung des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG). Und die Neo-Funktionsinhaber stammen alle aus dem bevölkerungsreichsten Bundesland bzw. starteten dort ihre Karriere. Interessensvertretungen aus dem Gesundheitswesen, die zwi-schen Aachen und Minden gut vernetzt oder gar beheimatet sind, dürften klar im Vorteil sein.

Gesundheitspolitik im Bundestag wird schwierig – Der Koalition fehlen die Experten

(A+S 1+2 – 14) Der 18. Deutsche Bundestag konstituierte sich zwar bereits schon am 22. Oktober 2013. Aber wer zu den Abgeordneten gehört, die im Ausschuß für Gesundheit mitarbeiten dürfen und sollen, stand bis zum Redaktionsschluß dieser A+S-Ausgabe immer noch nicht endgültig fest. Zwar beschloß das Plenum am 19. Dezember 2013 mit der Annahme der BT-Drucksache 18/211, daß das Gremium über 37 Mitglieder verfügen soll. Doch das war es dann auch, denn es hat sich immer noch nicht konstituiert. Gerade in den beiden großen Fraktionen dürften nämlich Probleme bestehen, die ihnen aufgrund des Wahlergebnisses zustehenden 18 Sitze (CDU/CSU) bzw. 11 Sitze (SPD) mit sachkundigen Parlamentariern zu bestücken. Die personellen „Schneisen“, die der Wahlausgang wie auch die Regierungsbildung schlugen, waren und sind halt tiefgreifend (vgl. A+S 39 – 13, S. 4ff.)

Personalia:

1. Neue Bundesbeauftragte für den Datenschutz
2. Schwesig-Nachfolgerin in Schwerin berufen
3. Steffens tauscht überraschend Staatssekretärin aus
4. Revirement in der Geschäftsführung der Ärztekammer Nordrhein
5. Städtisches Klinikum München: Streit eskaliert – Chefin in die Wüste geschickt
6. Asklepios angelt sich Konzerngeschäftsführer von der Sana Kliniken AG
7. REGIOMED: Bovelet soll es als Sanierer richten
8. Celenus-Gruppe beruf Frau an die Spitze
9. DSO: Hess „dient“ noch ein paar Monate länger
10. EKiD stimmt Berufung des neuen Diakonie-Präsidenten zu
11. Neues Vorstandsduo bei der AOK PLUS
12. AOK Rheinland-Pfalz/Saarland wird von einer Frau geführt
13. Ex-Ministerin Lautenschläger steigt auf

Verlagsmitteilung:
dfg Award® 2014: Bitte Sekretariate und Poststellen benachrichtigen

(A+S 1+2 – 14) Die „dfg Tage 2014“ vom 8. bis 10. Mai 2014 und damit die Gala zur Verleihung der „dfg Awards® 2014“ am 9. Mai 2014 in Hamburg werfen ihre Schatten voraus. Aufgrund des Frühjahr-Termines in diesem Jahr startete das langjährigen A+S-Leserinnen und -Lesern bereits bekannte Verfahren schon zum Jahresbeginn 2014. Aufgrund diverser Nachfragen erinnern die MC.B Verlag GmbH und die A+S-Redaktion daran, daß sich schon in dieser Woche, der 2. Kalenderwoche 2014, die durchnummerierten Bewerbungs-bögen für den dfg Award® 2014 auf den jeweiligen Schreibtischen befinden sollten. Der Versand begann ab dem 6. Januar 2014 und erfolgte in gesonderten Umschlägen. Diese sind mit dem bekannten roten Aufdruck versehen: „dfg Award – Wichtige Ausschreibungsunterlagen“.

Alle interessierten A+S-Leserinnen und –Leser, die am Ende der Woche noch keine Bögen erhalten haben sollten, bitten wir, bei ihren Sekretariaten und Poststellen umgehend nachzufragen. Denn die Original-Bögen dürfen weder kopiert noch gescannt werden, nur ausgefüllte, durchnummerierte Original-Fragebögen mit Vorschlägen und Bewerbungen werden vom Notar berücksichtigt und der Jury zur Entscheidung vorgelegt. Verloren gegangene Bögen können in begründeten Einzelfällen bei der A+S-Redaktion nachgefordert wer-den.

Bitte beachten: Die Frist für die Einreichung von Vorschlägen und Bewerbungen endet am 6. Februar 2014 um 15.00 Uhr (Eingang beim Notar). Die Vorschläge und Bewerbungen müssen auf einem der durchnum-merierten Original-Fragebögen abgegeben werden. Wenn der Platz für die Begründung des Vorschlages oder der Bewerbung auf den Fragebögen nicht ausreicht, sollten weitere Blätter angeheftet und entspre-chende, aussagekräftige Unterlagen beigefügt werden.

Die Original-Fragenbögen (keine Kopien) und evtl. beigefügte weitere Blätter/Unterlagen sind bitte nur an den beauftragten Notar für den dfg Award® 2014 einzusenden:

                                                        Notar Patrick Heidemann
                                                        Rechtsanwälte und Notare Heidemann & Dr. Nast
                                                        Kurfürstendamm 188 * 10707 Berlin

Terminankündigung:
Einladung zum 2. A+S-Netzwerker-Treffen im "Haifischbecken Gesundheitswesen“

(A+S 1+2 – 14) Nur wenige andere Bereiche in der deutschen Wirtschaft erfordern ein solch großes Spezial-wissen wie das deutsche Gesundheitswesen. Täglich werden Entscheidungen durch gesetzlich definierte Sperren blockiert, ist kaum noch ein Blick über den eigenen Tellerrand möglich. Das interdisziplinäre Fach-gespräch bleibt auf der Strecke - das gilt vor allem für die Akteure im Krankenhausbereich. Die Auswirkungen sind bekannt: Man schmort im eigenen Saft. Wer sich in einem fachlichen Netzwerk befindet, versteht mehr, kann optimal entscheiden.
Nach positiven Resonanzen des Kick-Off-Meetings am 16. September 2013 in Frankfurt am Main wollen wir zusammen das bestehende Netzwerk aus interessanten Persönlichkeiten weiter vergrößern. Dazu haben wir uns der Hilfe des gesundheitspolitischen Hintergrunddienstes "A+S aktuell - Ambulant und Stationär aktuell" (und weiterer Partner) versichert. Für den zweiten Workshop zieht es uns in die junge deutsche Hauptstadt – Berlin. Dieses Mal werden wir uns als Nachwuchskräfte und High Potentials dem in den Medien viel diskutierten Thema „Effizientes Management von stationären Gesundheitseinrichtungen“ widmen. Zielsetzung ist, konkrete Probleme zu thematisieren und Ansätze zu erarbeiten, die aus Sicht des interdisziplinären Teams optimale Ergebnisse im praktischen Geschehen liefern können. Auch dieses Mal wollen wir gemeinsam weiter-denken und innovative Konzepte für den deutschen Krankenhausmarkt erarbeiten. Interessiert?
 
Wann?: Sonntag, 19. Januar 2014, ab 13:00 Uhr bis 19:30 Uhr ... danach get together / open end
Zielgruppe: Nachwuchskräfte und High Potentials aus dem deutschen Krankenhaus-/Gesundheitswesen.

Wo?: SRH Hochschule Berlin, Ernst-Reuter-Platz 10, 10587 Berlin (Charlottenburg)
Teilnahmebeitrag: 60 € (inkl. Imbiss, Getränke und Abendessen).
Die Teilnehmeranzahl ist begrenzt. Bitte beachten Sie, dass erst durch Bestätigung der Anmeldung durch die Veranstalter eine verbindliche Zusage erfolgt. Ihre Anmeldung senden Sie bitte per E-Mail unter Angabe Ihres Namens, Geburtsjahres, Unternehmens und aktuellen Position an:

Dokumentation:
Harmlos!? GKV-SV rüttelt nur zaghaft an den Grundfesten des KV-Systems

(A+S 1+2 – 14) Der Spitzenverband Bund der Krankenkassen (GKV-SV) wag-te es in der Vergangenheit gerne, massiv an den Grundfesten bestimmter Sektoren des bundesdeutschen Gesundheitssystems zu rütteln. Das mußten die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) genauso erfahren wir die Zahn-ärzteschaft, wenn Positionspapiere des GKV-SV verabschiedet und danach publiziert wurden. Der Aufschrei der Betroffenen fiel danach entsprechend aus. Sich mit der Vertragsärzteschaft anzulegen, insbesondere mit der bis En-de 2013 noch mächtig wirkenden Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), das scheint man in der Berliner Reinhardtstraße nur in Ansätzen wagen zu wollen. So wirken denn auch die vom Verwaltungsrat des GKV-SV bereits am 27. November 2013 beschlossenen, 19-seitigen „Reformoptionen“ für eine mögliche Weiterentwicklung der ambulanten ärztlichen Versorgung auf den er-sten Blick sanft, ja irgendwie argumentativ „harmlos“ bzw. weichgespült. Das mag daran gelegen haben, daß sich die Selbstverwaltung im Detail relativ schwer tat. Auf der Verwaltungsebene entworfen, „drehte“ das Oeuvre einige Zusatzrunden in den Gremien, wie der Ratsvorsitzende Dr. rer. pol. Volker Hansen (58) berichtete. Eigentlich wollte man es, so gestand der Chef der Selbstverwaltung ein, noch vor der Bundestagswahl 2013 verabschiedet ha-ben.

Studiert man die einzelnen Passagen sorgsam, dann fällt auf, daß sich die vom GKV-SV gestellten „Diagnosen“ nicht wesentlich von denen der handeln-den Akteure auf der Gegenseite unterscheiden. Doch anstatt sich argumenta- tiv mit klaren Forderungen zur „Therapie“ der Probleme zu positionieren, tippt der Kassenverband mögliche Lösungen nur sanft an. Eine klare und deutliche Stellungnahme unterbleibt meist. Sogar in die innerärztlichen Verteilungsdis- kussionen mischt man sich nur vorsichtig ein. Für politische Kämpfernaturen taugt das Papier des GKV-SV daher wenig, eher für wissenschaftlich orientier-te, in die Tiefe gehende Debatten.

Wir dokumentieren die wichtigsten Passagen im vollen Wortlaut.