A + S Aktuell - Ausgabe 51 - 2014

Hersteller MCB-Verlag

Artikel-Nr.: SW10155

 

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Produktinformationen "A + S Aktuell - Ausgabe 51 - 2014"

Gemeinsame Selbstverwaltung:
Haushaltssperre: gematik-Gesellschafter erwarten Demission von Arno E.

(A+S 51 – 14) Die öffentlichen Sitzungen des Verwaltungsrates des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (GKV-SV) sind in der Regel nicht gerade vergnügungssteuerpflichtig. Die letzte Zusammenkunft des Kontrollgremiums am 9. Dezember 2014 verlief dafür in einer harmonischen, ja fast schon fröhlich entspannten Stimmung. Die die 52 Mitglieder dazu nutzten, um einstimmig wie konzentriert und stringent ihre Tagungsordnung abzuwickeln. Nur beim TOP 5 „Haushalt 2015“ kippte das Ganze für einen Moment ins Ernste. Zwar waren sich Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite einig, doch in der kurzen Aussprache wurde deutlich: Die Selbstverwaltung des Kassenverbandes nimmt die Zustände in und um die Tochtergesellschaft gematik GmbH nicht mehr hin. Den vom Vorstand vorgelegten Haushalt des eigenen Verbandes billigte man einstimmig. Doch die vor-gesehenen Ausgaben für die gematik GmbH in Höhe von über 57,6 Mill. € bzw. 1,09 € für jedes Mitglied in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) für 2015 belegte das Gremium mit einem „Sperrvermerk“. Vom GKV-SV erhält daher die Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte (gematik) im Jahr 2015 erst einmal keinen Eurocent. Die Selbstverwaltung erwartet nachhaltige Veränderungen – unter anderem an der Spitze der gemeinsamen Gesellschaft mit den Leistungserbringern im Gesundheitswesen. Denn wer im Umfeld der Beratungen dem Gewispere richtig folgte, der konnte vernehmen, daß die Selbstverwalter der Kassen endlich der bereits im Frühherbst 2014 schriftlich angebotenen Demission des seit dem 1. Januar 2012 amtierenden ge-matik-Hauptgeschäftsführers Prof. Dr. Arno Elmer (48) entgegensehen. In dieser Frage scheint man im Übrigen mit den anderen gematik-Gesellschaftern an einem Strang zu ziehen.

Krankenhäuser:
A+S-Serie (Teil 8):“EBITDA“-Ranking der öffentlich-rechtlichen Klinik-Konzerne 2012

(A+S 51 – 14) Mit dieser Ausgabe setzt die A+S-Redaktion das „A+S-Ranking der öffentlich-recht-lichen Klinik-Konzerne in Deutschland“ fort. Die achte Folge ist wie üblich den erzielten „EBITDA-Daten“ der Konzerne gewidmet. Für manchen Mittelständler gehört das Kürzel „EBITDA“ neben dem EBIT eher zu den „böhmischen Dörfern“ als zu den wichtigsten betriebswirtschaftlichen Kennzahlen. Aber gerade der EBITDA-Wert stellt so etwas wie den „Gold-Standard“ für eine Unternehmensbewertung da. Kein Wunder, wenn kommunale Unternehmen oder gar Sozialversicherungsträger nur ungern diese Daten in der Öffentlichkeit sehen wollen. Gerade in den aktuellen finanziell wie politisch angespannten Zeiten. Denn so manche wirtschaftliche Schieflage könnte man schon frühzeitig aus diesen Zahlen herauslesen. Oder im Umkehrschluß: Das Vermögen, aus eigener Kraft Investitionen zu stemmen bzw. aggressiver im Markt durch Akquisitionen auf sich aufmerk-sam zu machen und sich durch eine schiere Größe als unersetzlich im Markt zu positionieren. Denn neben Finanzierungseffekten und Steuern (wie beim EBIT) wird das Unternehmensergebnis zusätzlich um Abschreibungen korrigiert. Allerdings: Nur selten findet man in den veröffentlichten Bilanzen der Klinik-Konglomerate auch die öffentlichen Fördermittel (z.B. nach KHG) aufgelistet. Trotzdem sprechen die Daten und Fakten, deren Entwicklung in fünf Geschäftsjahren bzw. das Verschweigen selbst für das Schicksal der jeweiligen Gruppen ein beredte Sprache.

Gesetzliche Sozialversicherung:
GVG: Wenn Erbschaften nicht erhalten werden können

(A+S 51 – 14) Im bundesdeutschen Sozial- und Gesundheitswesen existieren einige in ihrer Struktur weltweit einzigartige wie traditionsreiche Organisationen, die es zu erhalten gilt. Dazu zählt mit Sicherheit die Gesellschaft für Versicherungswissenschaft und –gestaltung (GVG) in Köln. Über 110 institutionelle Mitglieder aus dem gesamten Sozial- und Gesundheitssektor arbeiten in diesem schon 1947 als „Diskussionsforum“ eingerichteten Verein einträchtig nebeneinander. Kernbereiche der Arbeit sind die Entwicklung von Konsenspositionen zu wichtigen Reformfragen, ihre wissen-schaftliche Fundierung und ihre Verankerung in der politischen Willensbildung. Auch in der internationalen sozialpolitischen Zusammenarbeit schätzte man bisher die Expertise der GVG in allen Fragen der sozialen Sicherung. Doch gerade mit dem internationalen GVG-Approach dürfte es seit dem 10. Dezember 2014 vorbei sein. Die im Berliner Tagungszentrum „Aquino“ tagende GVG-Mitgliederversammlung segnete einstimmig den vom Vorstand schon am 26. Juni 2014 beschlossenen Rückzug der Organisation aus der internationalen Projektarbeit ab. Damit verbunden ist auch die Einstellung des GVG-Konferenzbereiches. Ob es angesichts dieser Beschlüsse 2017 zu einem Umzug der GVG-Geschäftsstelle von Köln nach Berlin kommt, muß abgewartet werden.

Personalia:
1. Minister Gröhe scheint Basiskontakt verloren zu haben
2. Wieder eine Ärztin als Chefin der BZgA berufen
3. Neue Thüringer Sozialministerin kommt aus Sachsen
4. VV der KV Berlin startet Abwahlverfahren der drei Vorstände
5. Montgomery läßt sich von Basis stärken
6. Präsidentenwechsel bei der größten Landeszahnärztekammer
7. Berliner Krankenhausgesellschaft setzt auf Kontinuität
8. Vivantes angelt sich neuen Finanzgeschäftsführer
9. GNH: Aufsichtsrat holt Sontheimer-Nachfolger aus Bonn