A + S Aktuell - Ausgabe 01 - 03 - 2015
 
 
 

A + S Aktuell - Ausgabe 01 - 03 - 2015

Hersteller MCB-Verlag

Artikel-Nr.: SW10153

 

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Produktinformationen "A + S Aktuell - Ausgabe 01 - 03 - 2015"

Kurz vor Redaktionsschluß:
SRH-Chef Hekking geht – Ein Nachfolger ist nicht in Sicht!

(A+S 1-3 – 15) Die 1966 gegründete Heidelberger SRH Holding (SdbR) steht vor einschneidenden Veränderungen an der Spitze des Bildungs- und Krankenhauskonzernes. Das aus der früheren „Stiftung Berufsförderungswerk Heidelberg“ hervorgegangene Unternehmen, das u.a. zu den größten privaten Klinikkonzernen in Deutschland zählt, wird ab dem 14. Februar 2015 ohne Vorstandsvorsitzenden sein. An diesem Tag vollendet der seit 1985 amtierende SRH-Chef Prof. Klaus Hek-king (64) sein 65. Lebensjahr und verabschiedet sich nach 30 Jahren gleichzeitig in den Ruhestand. Wer ihm nachfolgen wird, steht laut dem Aufsichtsratsvorsitzenden Prof. Dr. iur. Christof Hettich (55) noch in den Sternen, ist also noch ungeklärt. Das geht aus schriftlichen internen Informationen an die Mitarbeiter hervor, die der A+S-Redaktion vorliegen. Der Mannheimer Rechtsanwalt Hettich versicherte den Beschäftigten jedoch, daß die „satzungsgemäße Handlungsfähigkeit des Vorstands“ der SRH „jederzeit voll gewährleistet sein“ werde. Aktuell besteht der SRH-Vorstand nur aus zwei Personen.

Gesundheits- und Sozialpolitik:
eGK: Gröhe nimmt „Blockadehaltung“ nicht mehr hin

(A+S 1-3 – 15) Für den 16. Januar 2015 ist in Berlin eine Sondersitzung des Verwaltungsrates des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (GKV-SV). Die Selbstverwalter der Krankenkassen wollen in Sachen elektronische Gesundheitskarte (eGK) Dampf machen, weil sie es nicht mehr hin nehmen wollen, daß sie nur für die Kosten aufkommen müssen, sich aber hinsichtlich der Marktreife der Karte wenig tut. Bereits am 9. Dezember 2014 hatten sie zwar den Haushalt 2015 der dafür zuständigen gematik GmbH abgenickt, jedoch mit einer Sperre belegt. Außerdem sickerten er-hebliche Differenzen zwischen den Gesellschaftern und gematik-Hauptgeschäftsführer Prof. Dr. Arno Elmer (48) durch (vgl. A+S 51 – 14, S. 2ff.). Dessen angekündigte Demission blieb aber bis-her aus. Der permanente Streit zwischen den Leistungserbringern und dem GKV-SV scheint CDU-Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe MdB (53) gehörig auf die Nerven zu gehen. Auch er will langsam Ergebnisse sehen und droht mit der Axt des Gesetzgebers. Am 13. Januar 2015 mi-schte er sich in die Debatten auf seine Art ein. Zum einen wetterte er publizistisch gegen die kontinuierliche eGK-Blockadehaltung, zum anderen legte er den ersten Referentenentwurf für das seit langem angekündigte eHealth-Gesetz vor, mit dem er der Gemeinsamen Selbstverwaltung harte Bandagen anlegt, sollten die Arbeiten an der eGK weiter stocken. Die 57 Seiten kulminieren in der Androhung: „Wer blockiert, der zahlt“.

Gesundheitsweise: (Personal)-Politik auf Gröhe-Art

(A+S 1-3 – 15) In Berlin wird nach den diversen, auswärtigen Klausurtagungen der Parteien und Fraktionen wieder gearbeitet. In der dritten Januarwoche 2015 nahm der Deutsche Bundestag sei- ne Arbeit wieder auf. Auf die Gesundheitspolitiker wartet auch in diesem Jahr so einige Arbeit, setzt doch anscheinend CDU-Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe MdB (53) die ihm vom schwarz-roten Koalitionsvertrag vorgegebenen Schwerpunkte ungerührt und in der von ihm ge-wohnten Weise fort. Nach der Einigung mit den Ländern am 5. Dezember 2014 über die Eckpunkte zur Krankenhausreform (vgl. A+S 50 – 14, S. 2ff.), die nun in Paragraphen gegossen werden müssen, brachte er in der letzten Sitzung des Kabinettes vor Weihnachten 2014 seinen Entwurf für das zweite Versorgungsstärkungsgesetz (VSG II) über die Hürden. Auch der endgültige Referentenentwurf für das Präventionsgesetz liegt den Verbänden zur Stellungnahme vor. Und bei der Personalpolitik setzte er erneut leise und ohne Getöse Zeichen (vgl. Beitrag in dieser A+S-Ausgabe). Einzig und allein bei dem seit langem angekündigten eHealth-Gesetz schien man in der Berliner Friedrichstraße nicht so recht zu wissen, wo die gesetzgeberische Reise hingehen soll. Das hat sich seit dem 13. Januar 2015 geändert (vgl. Beitrag in dieser A+S-Ausgabe). Man wird wohl auch noch in der Causa „Prof. Dr. Arno Elmer“ regelnd eingreifen, damit bei der gematik GmbH Fortschritte nachhaltige zu verzeichnen sind (vgl. A+S 51 – 14, S. 2ff.).

Krankenhäuser:
MVZ sind „in“: SANA greift sich Berliner Polikum

(A+S 1-3 – 15) Es ist eine unbestrittene Tatsache: Der Auf- und Ausbau von Medizinischen Ver-sorgungszentren (MVZ) zählt im bundesdeutschen Gesundheitswesen zum absoluten modernen Trend. Gerade für Krankenhäuser ist es eine optimale Möglichkeit, sich ambulante „Zuweiserstationen“ für die eigene Belegungsquote zu verschaffen. Kein Wunder, wenn die Kassenärztlichen Vereinigungen (KVen) mit einem gewissen Mißtrauen dieses Ausgreifen der Kliniken in den ambu- lanten Sektor beäugen. Wenig beachtet von der Öffentlichkeit und damit still und leise verleibte sich die Ismaninger SANA Kliniken AG bereits Ende 2014 eine der bekanntesten MVZ-Gruppen in Deutschland ein. Der drittgrößte private Klinik-Konzern kaufte mit der Berliner Polikum Holding GmbH einen - nach eigenen Angaben - größten ambulanten deutschen Leistungserbringer.

A+S-Serie (Schluß):“Margen“-Ranking der öffentlich-rechtlichen Klinik-Konzerne 2012

(A+S 1-3 – 15) Mit dieser Ausgabe schließt die A+S-Redaktion ihre Serie zum „A+S-Ranking der öffentlich-rechtlichen Klinik-Konzerne in Deutschland“ ab. Die letzte Folge ist wie üblich den erzielten „Margen“ und ihrer Entwicklung seit 2008 gewidmet. Dabei zeigt sich vor allem für die kom- mualen Unternehmungen ein recht düsteres Bild. Wer weiß, daß Deutschlands größter Kranken- haus-Multi, die Berliner HELIOS Kliniken GmbH, seinen Einrichtungen eine zu erreichende Rendite von 15 Prozent pro Jahr vorschreibt, für den sind die erreichten „Margen“ der meisten der unter-suchten 40 öffentlich-rechtlichen Unternehmungen einfach „unterirdisch“.

Personalia:

1. IQTiG legt Personaltableau fest
2. Wachwechsel bei der ABV
3. Deutsche AIDS-Stiftung mit neuer Vorstandsvorsitzenden
4. Rosenbrock rückt zum BAGFW-Präsidenten auf

Verlagsmitteilung:
Ausschreibungsverfahren für den „dfg Award® 2015“ beginnt in der nächsten Woche

(A+S 1-3 – 15) Seit 2009 vergeben die Redaktionen der gesundheitspolitischen Hintergrunddien-ste „dfg – Dienst für Gesellschaftspolitik“ und „A+S aktuell – Ambulant und Stationär aktuell“ sowie die Berliner MC.B Verlag GmbH den Branchenpreis des Gesundheitswesen, den „dfg Award®“. Jedes Jahr warteten die Träger sowie die Sponsoren der von der „BILD“ mit dem Titel „Gesundheits-Oscar“ geadelten Auszeichnung mit Novitäten auf. Das wird auch bei der 7. Auflage der Gala zur Verleihung der „dfg Awards®“ am Donnerstag, den 18. Juni 2015 im Hamburger Hotel Grand Ely-seé der Fall sein. Das sehen die weit fortgeschrittenen Planungen der Organisatoren vor.

Die „dfg Awards®“ werden 2015 in vier Kategorien vergeben. Die erste Ausschreibung erfolgt mit der nächsten dfg-Ausgabe am 22. Januar 2015. Mit dieser Ankündigung soll den dfg-Leserinnen und -Lesern ausreichend Gelegenheit gegeben werden, über den Inhalt ihrer eventuellen Bewer-bungen und/oder Vorschläge nachzudenken und diese vorzubereiten. Der Versand der Bewer-bungsbögen erfolgt in den bekannten rot bedruckten Umschlägen im Februar 2014. Bitte schon heute die Sekretariate und Poststellen entsprechend benachrichtigen.

Die A+S-Redaktion wird die A+S-Leserinnen und -Leser in den folgenden Ausgaben ständig mit den Informationen zum aktuellen Sachstand versorgen.