A + S Aktuell - Ausgabe 13+14 - 2015

Hersteller MCB-Verlag

Artikel-Nr.: SW10166

 

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Produktinformationen "A + S Aktuell - Ausgabe 13+14 - 2015"

Kurz vor Redaktionsschluß:
ASV: Gassen-Vorstoß sorgt für schwere Krise – „Gang nach Canossa“ abgelehnt

(A+S 13+14 – 15) Hätte es noch eines Beweises bedurft, mit welcher gedankenloser Chuzpe der amtierende Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Dr. med. Andreas II. Gassen (52), seine vertragsärztliche Basis düpiert, so dürfte dieses Dokument spätestens seit dem 20. März 2015 vorliegen. An diesem Tag schloß sich der Düsseldorfer Orthopäde mit dem Hauptgeschäftsführer der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Georg Baum (60), kurz. Beide formulierten und unterschrieben gemeinsam ein Änderungsbegehren zum Versorgungsstärkungsgesetz II (VSG II) an CDU-Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe MdB (54). Ziel der dreiseitigen Demarche, die der A+S-Redaktion vorliegt, ist eine nachhaltige Veränderung des § 116b SGB V zu Lasten der grundversorgenden Fachärzte. Mit dem wohl KBV-seitig unabgestimmten Vorstoß löste Gassen einen wahren „Shitstorm“ bei den regionalen KVen aus. Beim Thing der KV-Chefs mit der KBV-Führung, der so genannte AK KV, am 26. März 2015 mußte sich Gassen harte wie kritische Worte anhören. Die Sitzung dauerte bis zum Redaktionsschluß dieser A+S-Ausgabe noch an. Aber die Veranstaltung soll zu einem wahren verbalen „Schlachtfest contra Gassen“ ausgeartet sein, sickerte als Nachricht aus Teilnehmerkreisen schon durch. Die KBV und das KV-System insgesamt scheinen sich in einer der schwersten Krisen ihrer Geschichte zu befinden.

Gesundheits- und Sozialpolitik:
10-Punkte-Plan: Überraschend schnell geht Gröhe MRSA-Problematik an

(A+S 13+14 – 15) Man kann international die hervorragenden Fortschritte in der Medizin preisen, bei bestimmten Problemen versagen oft alle Lösungsansätze. Es dürfte nicht von der Hand zu wei-sen sein, daß die moderne Wissenschaft mit Infektionen von Patienten mit Antibiotika-resistenten Keimen nur schwer Herr wird. Trotz aller Bemühungen, durch eine verstärkte Hygiene gerade in den Kliniken sterben jährlich immer noch bis zu 15.000 Patienten an den Folgen. Und die Medien produzieren gerne riesige Schlagzeilen, wenn wieder einmal aus einer stationären Einrichtung über ein angebliches oder reales „Hygieneproblem“ berichtet und zum Skandal hochgepuscht wird. Schon 2011 griff die damalige schwarz-gelbe Bundesregierung die Problematik durch eine Ver-schärfung des Infektionsschutzgesetzes auf. Scheinbar reichen aber die damals gefundenen Nor-men nicht aus. Also wagt schwarz-rot nun einen neuen Aufschlag. Am 23. März 2015 ließ CDU-Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe MdB (54) daher einen 10-Punkte-Plan zur „Bekämpfung resistenter Erreger“ an die Medien durchsickern. Die Eckpunkte müssen nun mit den anderen Ressorts abgestimmt und danach mit den Bundesländern beraten werden. Wenn alles klappt, dann könnte bis zur parlamentarischen Sommerpause Anfang Juli 2015 eine Novelle des Infek-tionsschutzgesetzes über alle gesetzgeberischen Hürden gebracht worden sein. Welchen konkreten Inhalt das Gesetz haben wird, muß man abwarten. Denn so manchem Experten reichten die Eckpunkte-Details schon jetzt nicht aus.

Krankenhäuser:
LBFW: Ohne Schiedsstellen geht es nun einmal nicht

(A+S 13+14 – 15) Eines der wichtigsten Kriterien für die Höhe der regional geltenden Honorare im stationären Bereich ist der jeweilige Landesbasisfallwert (LBFW) eines Bundeslandes. Auszuhandeln ist er jährlich von den Landeskrankenhausgesellschaften (LKGen) und den zuständigen Landesorganisationen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV). In den letzten zehn Jahren entwickelten einige Beteiligte ein gewisses Geschick und einigten sich recht früh auf die gültigen LBFW-Werte. Aber manchmal verliefen die Beratungen mehr als zäh und endeten vor den dann zuständigen Schiedsstellen. Oder aber die Aufsichtsbehörde des Bundeslandes zögerte mit der Genehmigung der ausgehandelten Sätze. So fehlen nach den Erkenntnissen der A+S-Redaktion im Jahr 2015 noch vier von 16 LBFW-Werten.

Personalia:

1. Baumgärtner bleibt MEDI-Chef
2. Wambach führt weiter die Agentur deutscher Ärztenetze
3. Neuer Chef der Stiftung Münch
4. Kooperationsgemeinschaft Mammographie sucht neue Chefin