A + S Aktuell - Ausgabe 28 - 2015

Hersteller MCB-Verlag

Artikel-Nr.: SW10179

 

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Produktinformationen "A + S Aktuell - Ausgabe 28 - 2015"

Kurz vor Redaktionsschluß:
Das freut die Leistungserbringer: AOK-Familie kippt gesamten Vorstand

(A+S 28 – 15) Wenn es einem Zusammenschluß im bundesdeutschen Gesundheitswesen zu gut geht und kein Druck von Seiten der Politik droht, dann beschäftigt man sich gerne mit sich selbst und zerfleischt sich intern. Nach den Vertragsärzten – die Führungskrise der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) ist immer noch nicht beendet, genauso wie die beim Verband forschender Arzneimittelhersteller (vfa) – hat es nun die elfköpfige AOK-Familie „erwischt“. Sie streitet sich intensiv hinter hermetisch verschlossenen Türen um Köpfe und Strukturen. Seit dem 8. Juli 2015 tagte im Potsdamer Kongreßhotel der erweiterte Vorstand der AOK-Bundesverband GbR, in dem alle Vorstandsvorsitzenden der elf Kassen Sitz und Stimme haben.

Gesetzliche Krankenversicherung:
Manchmal peinlich: Wenn Unternehmensberater Geschäft akquirieren wollen

(A+S 28 – 15) Der „Flurfunk“ in einem Unternehmen oder einer Behörde kann grausam sein. Vor allem wenn die „Kunde“ umgeht, daß in teure Stoffe gewandete alerte Jünglinge einer Unternehmensberatungsgesellschaft gerade das Haus betreten hätten. Dann geht in so mancher Belegschaft die Angst um. Die Stoffe, die Budapester Schühchen und die manchmal vom Edel-Hersteller Gucci stammenden Aktenköfferchen wie auch die aus Stahl, Beton und Glas strahlenden Zentralen müssen allerdings bezahlt werden. Controller nennen so etwas „Overheadkosten“, Kritiker Blender-Kosten. Das gelingt den Beratungsgesellschaften, deren internationale Mütter meist in den U.S.A. residieren, aber nur via horrenden Honorarsätzen, die sie bei ihren Auftraggebern zu kas-sieren versuchen. Enthüllungsbücher klären darüber auf, daß ein Berater sein Gehalt in der Regel im 1. Quartal eines Jahres für seinen Arbeitgeber zu erwirtschaften hat. Danach muß er die „over-heads“ hereinbringen und vom Rest kassieren die Oberen ihre sieben- und mehrstelligen Jahressaläre. Die haben immerhin ein gravierendes Problem: Sie befinden sich ständig auf der Jagd nach Neuaufträgen. Daß diese Akquisitionsbemühungen richtig schief gehen können, zeigt ein aktueller Fall aus dem Gesundheitswesen.

Personalia / Berliner Szene:

1. ABDA-Präsident stärkt seine Hausmacht
2. Wachwechsel bei der Landeszahnärztekammer Thüringen
3. BWKG-Führung vollständig in kommunaler Hand
4. SANA installiert eigenen Konzernbereich Pflege
5. gematik mit Interimsgeschäftsführer
6. KBS: Eine Frau soll künftig die Körperschaft führen
7. BKK LV NORDWEST bestätigt Vorstand bis 2021
8. Debeka erhielt neuen Vertriebschef
9. Central Krankenversicherung verliert Manager an AXA-Konzern