A + S Aktuell - Ausgabe 33 - 2015

Hersteller MCB-Verlag

Artikel-Nr.: SW10184

 

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Produktinformationen "A + S Aktuell - Ausgabe 33 - 2015"

Kommentar zur Gesundheits- und Sozialpolitik:
„Die Kassierärzte“: Ein System auf Abruf!?

(A+S 33 – 15) Wenn ein in die Jahre gekommenes Gemäuer nicht gehegt und gepflegt wird, dann verkommt es. Das Gebälk hält den Unbillen des Wetters nicht mehr stand, wird morsch, fault von innen heraus. Und irgendwann bricht die Konstruktion unter donnerndem Getöse zusammen. Wer sich den aktuellen Zustand der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) von außen betrachtet, der könnte recht schnell auf den Gedanken kommen, daß diese Körperschaft des öffentlichen Rechts kurz davor ist, sich selbst zu zerstören. Aus dem Trümmerhaufen müßte der Gesetzgeber dann ein neues „Haus“ für die verfaßte Kassenärzteschaft zimmern. In bestimmten politischen Kreisen der Bundeshauptstadt scheint man dazu schon entsprechende Vorbereitungen zu treffen. Das entnimmt man jüngsten Äußerungen führender sozialdemokratischer Gesundheitspolitiker vom 8. August 2015 in der neuesten Ausgabe des Nachrichtenmagazins „DER SPIEGEL“, die Stellung zum Verhalten der „Kassierärzte“ bezogen. Ob „in einem Aufwasch“ dann noch gleich die Strukturen der Kassenzahnärztlichen Bundesvereinigung (KZBV) mit modifiziert werden, muß man abwarten.

Gesetzliche Krankenversicherung:
Mitgliederentwicklung: Jeder ist seines Glückes Schmied

(A+S 33 – 15) Die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) profitierte bekanntlich auch im 1. Halb- jahr des Jahres 2015 von der anhaltenden guten Konjunkturentwicklung in Deutschland. Das neue Allzeit-Hoch von 53.555.574 Mitgliedern zum Stichtag 1. Juli 2015 bewies es (vgl. A+S 32 – 15, S. 4ff.). Doch der GKV-Zuwachs von netto 310.711 Mitgliedern verteilte sich wie immer uneinheitlich auf die noch 123 existierenden Kassen. In den beiden Listen der TOP 10-Gewinner nach Köpfen wie nach Prozent des aktuellen Mitglieder-Rankings des gesundheitspolitischen Hintergrunddien-stes „dfg – Dienst für Gesellschaftspolitik“ vom 13. August 2015 tauchen in mittlerweile auch andere Kassen auf als die „üblichen Verdächtigen“. Die zum 1. Januar 2015 eingeführte Möglichkeit der Körperschaften, kassenindividuelle Zusatzbeiträge zu erheben, hat zu Wechselbewegungen innerhalb der Kassenlandschaft geführt. Zwar nicht in dem Ausmaße, wie zuvor befürchtet oder er-hofft worden war. Aber die von bestimmten Auguren vorausgesagte Entwicklung, daß sich im II. Quartal 2015 noch etwas „entwickeln“ werde, bewahrheitete sich. Das lag nicht nur an den zu ei-nem späteren Zeitpunkt ausgesprochenen Kündigungen von Mitgliedern, der Einhaltung von Kündigungsfristen und Verarbeitungsproblemen. Die Statistiken dürften erst zum Ende des Quartales vollständig bereinigt worden sein.

Personalia:
1. Bevor es zu spät ist: Ein BVK für KBV-Weidhaas