A + S Aktuell - Ausgabe 45 - 2015

Hersteller MCB-Verlag

Artikel-Nr.: SW10195

 

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Produktinformationen "A + S Aktuell - Ausgabe 45 - 2015"

Heilberufe:
GOÄ/GOZ: Ist die Freiberuflichkeit bei der BÄK zur Chimäre geworden?

(A+S 45 – 15) Unter den drei akademischen Heilberufen scheinen die Zahnärzte und die Apo-theker die einzigen zu sein, die noch unabdingbar die freiberufliche Ausübung der Heilkunde hochhalten. Diesen Eindruck muß man gewinnen, wenn man die schriftlichen Belege des jüngsten „Zoffes“ zwischen der Bundeszahnärztekammer (BZÄK) und der Bundesärztekammer (BÄK) betrachtet. Seit Mitte September 2015 haben die beiden Bundesorganisationen ihre Kriegsbeile ausgegraben und die jeweilige Gegenseite mit Schriftsätzen ihrer Präsidenten „beglückt“. Offiziell geht es „nur“ um gewisse Passagen im neuen Text der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ). Aber letztendlich haben die Zahnärzte das Gefühl, daß die BÄK bei der anstehenden GOÄ-Novellierung alles das verspielt, was die BZÄK beim Ringen um die Novelle zur Gebührenordnung für Zahnärzte (GOZ) einst erreichen konnte. Darüber hinaus scheinen auch ärztliche Kreise mit dem Verhandlungsergebnis ihrer Kammeroberen wenig bis gar nicht einverstanden zu sein. Zumal die GOÄ-No-velle viele Reglementierungen enthält, die den Medizinern „Honoraroptimierungen“ erschweren dürften. Auch im stationären Sektor dürfte man erst nach der genaueren Lektüre des GOÄ-Entwurfes entdecken, welche Fallstricke sich im Text befinden, die die spätere, optimierte Auslegung in Form von Rechnungen behindern.

Gesetzliche Krankenversicherung:
Mitgliederentwicklung: GKV durchbricht die Schallmauer von 54 Millionen Mitgliedern

(A+S 45 – 15) Die deutsche Konjunktur brummt im Vergleich zu anderen Staaten immer noch. Zum einen trägt die hohe Exportquote zum Erfolg bei, auch das Konsum-Verhalten der Bundesbürger sorgt für mehr und mehr Beschäftigungsverhältnisse. Dieser volkswirtschaftlich positive Trend wirkt sich im Jahr 2015 damit weiterhin nicht nur auf diese Quote, sondern auch weiter auf die Mitgliederzahlen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) aus. Über 54 Mill. Mitglieder, das bedeutet einen erneuten GKV-Mitgliederrekord. Börsentechnisch gesprochen: Zum Stichtag 1. Okto-ber 2015 erreichte die GKV schon wieder ein neues Allzeit-Hoch und durchbrach eine wichtige Schallmauer. Und der Rekord-Wert vom 1. Juli 2015 mit damals 53.555.574 GKV-Mitgliedern wurde nochmals getoppt (vgl. A+S 32 – 15, S. 4ff.). Innerhalb von nur drei Monaten ein Zuwachs von fast einer halben Million GKV-Mitgliedern, das ist beachtlich. Dieses entnahm man aus den Zahlen für die Kassenarten zum Stichtag 1. Oktober 2015, die das Bundesgesundheitsministerium (BMG) erst am 3. November 2015 veröffentlichte.

Gemeinsame Selbstverwaltung:
Es lebe das Ehrenamt: Zur Typologie eines Selbstverwalters

(A+S 45 – 15) Körperschaften des öffentlichen Rechts entsprangen einer Bismarck’schen Idee, die heute noch in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Staaten, die auf dem germanischen Rechtssystem aufbauen, fröhliche Urständ‘ feiern. Ob es Kammern für akademische Berufe, die Industrie, den Handel oder das Handwerk oder gar als AStA für die Studenten, ihnen allen ist gemein, daß der jeweilige Gesetzgeber einer bestimmten gesellschaftlichen Gruppe Aufgaben übertrug, für die er keine eigenen Ressourcen aufbringen wollte. Die so „Betroffenen“ regeln die ihnen übertragenen „Aufträge“ in Eigenverantwortung und haben eine semistaatliche Rechtssetzungsbefugnis. Erkauft wird dieses mit einer Zwangsmitgliedschaft aller Gruppenangehörigen und der Aufsicht durch Behörden des Bundes oder der Länder. Und: Alles passiert unter dem Siegel der „Selbstverwaltung“. Die Gruppenmitglieder wählen ihre Vertreter für die Gremien und ihre Füh-rungspersönlichkeiten selbst. Ob in Form von undemokratischen „Friedenswahlen“ oder durch regelrechte Urnengänge mit der Auswahl unter verschiedenen Kandidaten – das bestimmen entweder Gesetze oder aber selbst formulierte Satzungen.

Personalia:

1. Versorgungsrochaden im Nahles-Ressort
2. BMG: Wie weit reicht der Arm der Pharmaindustrie?
3. Dr. iur. Rainer Hess vollendete das 75. Lebensjahr
4. Und dann war da noch die Machtfrage des Spifa …