A + S Aktuell - Ausgabe 43- 2017

Hersteller MCB-Verlag

Artikel-Nr.: SW10290

 

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Produktinformationen "A + S Aktuell - Ausgabe 43- 2017"

Gesundheits- und Sozialpolitik:
Kliniklobbyisten heizen den Jamaikanern ein

(A+S 43 – 17) Die schwarz-gelb-grünen Sondierungsgespräche zu den Bereichen Gesundheit und Soziales haben noch gar nicht begonnen. Da macht es sich gut, wenn man als Interessenvertreter seine konkreten Wünsche noch schnell in der Hauptstadt deponieren kann. Für den stationären Sektor meldete sich bereits am 4. Oktober 2017 der Verband der Krankenhausdirektoren Deutsch-lands (VKD) zu Wort. Erst am 26. Oktober 2017 folgte die Deutsche Krankenhaus-Gesellschaft (DKG). Wie nicht anders zu erwarten war, konzentrierten sich die Forderungen der Lobbyisten vornehmlich auf den Erhalt der Kliniklandschaft in Deutschland. Daß Strukturmaßnahmen nicht ohne Geld durchgeführt werden können, versteht sich. Also deponierten die Krankenhausvertreter auch gleich konkrete Subventionsforderungen. Was sich davon hinterher im möglichen Koalitionsvertrag der Jamaikaner wiederfindet, das muß abgewartet werden.

Ärzte / eHealth:
Stuttgarter Landesärztekammer setzt Fernbehandlungs-Beschlüsse um

(A+S 43 – 17) Heilberufskammern überwachen als Körperschaften u.a. die ethischen Vorgaben für ihren Berufsstand. Und manchmal gelten vor allem Landesärztekammern (LÄK) als Hort zur Erhaltung des Tradierten. Nicht so die Stuttgarter LÄK. Am 23. Oktober 2017 teilte man mit, daß man als erste Kammer ein auf zwei Jahre angelegtes Modellprojekt genehmigt habe, das sich mit der „ausschließlichen Fernbehandlung“ von allerdings nur PKV-Versicherten beschäftige.

Gesetzliche Krankenversicherung / Heilberufe:
MDKen, KVen und KZVen atmen auf – Im Norden „prüfen“ nur noch drei Beamte

(A+S 43 – 17) Über die Qualität und Personalausstattung der Landesaufsichtsbehörden debattiert man im Gesundheitswesen seit Jahren kontrovers. Zumal einige der 16 zuständigen Landesministerien im Grunde kaum noch etwas zu tun haben. Ihnen gingen die zu beaufsichtigenden Körperschaften nach und nach verloren. Im hohen Norden der Republik (Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein) überwacht man außer den jeweils landeseigenen Kassen-(zahn-)ärztlichen Vereinigungen (KVen/KZVen), den beiden Medizinischen Diensten der Krankenversicherung (MDKen) und der Deutschen Rentenversicherung Nord in Lübeck keinerlei Körperschaft mehr. Sprich: Die Prüfdienste in Kiel, Hamburg und Schwerin haben wenig zu tun. In Mecklenburg-Vorpommern hatte man schon vor Jahren die Konsequenzen gezogen und die aktive Prüftätigkeit ins benachbarte Brandenburg ausgelagert. Der Vertrag lief 2016 aus, die Potsdamer zeigten kein Interesse an einer Fortführung. In den drei betroffenen Ministerien war man sich schnell einig: Ein gemeinsamer Prüfdienst für alle drei Länder muß her.

Entbürokratisierung braucht ihre Zeit

(A+S 43 – 17) Über den Wust an bürokratischen Vorschriften klagen die Leistungserbringer im bundesdeutschen Gesundheitswesen seit Jahrzehnten. Nicht unberechtigt, schaut man sich einfach nur den Umfang des SGB V an, der aufgrund der ständigen Verfeinerung der dort enthaltenen Normen unaufhaltsam wächst. Und dessen Details ab und an nur noch von wenigen Experten verstanden werden können. Allein die Vertragsärzte sollen laut einer Studie für die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) jährlich 2,4 Mrd. € für administrative Aufgaben „verschwenden“. Daß es aber gar nicht so einfach ist, einmal eingeführte Bürokratievorhaben wieder abzuschaffen, zeigt ein Projekt des 2006 von der Bundesregierung ins Leben gerufenen Nationalen Normenkontrollrates. Beim Bemühen Bürokratie im bundesdeutschen Gesundheitswesen abzubauen, zog z.B. die Bundesärztekammer (BÄK) nicht mit. Während ihr zahnärztliches Pendant (BZÄK) genauso intensiv mitarbeitete wie die beiden Kassen(zahn-)ärztlichen Bundesvereinigungen (KBV/KZBV). Am 23. Oktober 2017 präsentierte man in Berlin einen ersten Zwischenbericht des seit 2013 Erreichten und normierte gleichzeitig einen „Arbeitszettel“ für die 19. Legislaturperiode des Bundestages.

Wir dokumentieren die Kernthemen aus dem Positionspapier im vollen Wortlaut.

Personalia:

1. Bundestag: Beim Opposition-Üben der SPD verliert Ulla Schmidt nicht nur Geld
2. Niedersachsen: SPD-Gesundheitsministerin will nicht mehr
3. Johanniter bauen Geschäftsführung um
4. Dorea angelt sich neuen CFO
5. Neuer Vorsitzender bei der DGfM
6. OttoBock: Den Aufsichtsrat führt ein Ex-Boschler
7. Führungsrochaden: So können Ergebnisse von Sozialwahlen auch aussehen