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A + S Aktuell - Ausgabe 48+49 - 2018

Hersteller MCB-Verlag

Artikel-Nr.: SW10342

 

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Produktinformationen "A + S Aktuell - Ausgabe 48+49 - 2018"

Gesundheits- und Sozialpolitik:
„Wünscht Euch was“-Politik I: ABDA schmeißt für Spahn-Deal einiges um

(A+S 48+49 – 18) Die Vertretung von Interessen eines Berufsstandes verlangt von den Akteuren oft genug ein „Bohren dicker Bretter“. Viel Geduld, Verhandlungsgeschick und Kompromißbereitschaft gehören zu den wichtigsten Tugenden eines guten Lobbyisten. Und manchmal muß man, um mit den Verantwortlichen in der Politik einen „Deal“ zustande zu bringen, alle eigenen zeitlichen und strukturellen Planungen über den Haufen werfen. Aktuell ergeht es so der Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände (ABDA). Die bundesdeutschen Offizin-Apotheker warten seit Jahren auf höhere Honorare bzw. deren Neustrukturierung – und gleichzeitig hoffen sie seit Oktober 2016, daß das gesundheitspolitische Berlin ihnen noch ein Versandhandelsverbot für rezeptpflichtige Arzneimittel (Rx-Verbot) beschert. Beides zusammen zu realisieren, das erscheint auch den Optimisten unter den apothekerlichen Berufspolitikern mittlerweile als zu unrealistisch. Also gilt es mit den schwarz-roten Koalitionären auf dem Altar der Politik zum gemeinsamen Opfergang zu schreiten. Ein Kompromiß winkt aktuell – und dafür schmeißt man u.a. schon gerne einmal den Termin einer seit langem anberaumten Mitgliederversammlung um. So geschehen am 21. Novem-ber 2018 durch die ABDA-Führung..

„Wünscht Euch was“-Politik II: Jetzt soll es die Mediation richten

(A+S 48+49 – 18) Seit der Bundesrechnungshof (BRH) und das Bundessozialgericht (BSG) sich mit Wonne und Detailverliebtheit dem Thema „Krankenhausabrechnungen“ widmeten, tobt zwischen den betroffenen Kliniken und Krankenkassen bzw. ihren Organisationen ein „Krieg“, der es in sich hat und der mittlerweile auch die Sozialgerichte (SGen) erreicht hat (vgl. zuletzt A+S 46 – 18, S. 2f.). Die Fronten gelten als verhärtet, seit die Deutsche Krankenhaus-Gesellschaft (DKG) am 22. November 2018 die Verfahrenswellen aus der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) mit dem Agieren von „Drückerkolonnen“ verglich und die Körperschaften der „Geldschneiderei“ bezichtigte. Jetzt sollen landauf, landab „Runde Tische“ und Mediationsverfahren die verbalen Scherbenhaufen aufkehren und für Ruhe an den Fronten sorgen. Mittendrin: CDU-Bundesgesundheitsminister Jens Spahn MdB (38), der mit den in Windeseile von seinen Beamten im Bundesgesundheitsministerium (BMG) formulierten Änderungsanträgen zum PpSG erst für das aktuelle Schlamassel sorgte. Gut gemeint ist halt nicht gut gemacht.

Ortskrankenkassen / eHealth:
„DiGeN-Portal“ der AOK-Familie „versorgt“ Leistungserbringer und Patienten

(A+S 48+49 – 18) Wenn das „große Rad“ gedreht werden kann, dann bekommen Manager in der Wirtschaft meist große, gierige Augen. So dürfte es seit kurzem den Entscheidungsträgern der wichtigsten IT-Schmieden in Deutschland und Europa gehen, die über einer gewichtigen wie inhaltsschweren europaweiten Ausschreibung der AOK Bundesverband GbR brüten. Denn sie dürften Konsortien schmieden müssen. Denn allein dürfte niemand den angebotenen 63 Seiten umfassenden „Vertrag über die Entwicklung des Portals für das Digitale Gesundheitsnetzwerk“ (DiGeN-Portal) erfüllen können, mit dem der Berliner Dachverband der elf AOKen winkt. Bei einer Laufzeit von zehn Jahren winken Umsätze im höheren dreistelligen Mill.-€-Bereich, auch wenn das von der Pressestelle der AOK BV GbR dementiert wird. Aus den Unterlagen, die der A+S-Redaktion vorliegen, geht hervor, daß die AOK-Familie bei der Digitalisierung des Gesundheitswesens eigentlich gut und gerne auf die Berliner gematik GmbH verzichten könnte und auch würde – wenn sie denn dürfte. Das DiGeN-Portal soll anscheinend das „Maß aller Dinge“ innerhalb der digitalen Welt der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) in der Kommunikation mit den Patienten und den rund 300.000 Leistungserbringern in Deutschland werden. Frei nach dem Motto: „Jeder der will, darf mitmachen, wir sind der Motor“. Und: Andere Krankenkassen lädt man herzlichst ein, ab 2021 am Portal zu partizipieren. Schon allein damit die Entwicklungskosten (teilweise) wieder hereinkommen. Der erste Paket-Zuschlag soll am 4. Januar 2019 erfolgen, der zweite im II. Quartal 2019.

Personalia / Berliner Szene:

1. ZÄK Sachsen wählte neuen Präsidenten