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A + S Exklusiv 03 - 2015

Hersteller MCB-Verlag

Artikel-Nr.: SW10188

 

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Produktinformationen "A + S Exklusiv 03 - 2015"

Ranking der privaten Klinik-Konzerne in Deutschland
A+S exklusiv - Ranking für 2008-2012 nach Geschäftszahlen   -   Stand: 02. September 2015

Am 1. September 2015 läutete der Neo-Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft (DKG), Thomas Reumann (59), öffentlich die „heiße Phase“ der Protestwelle der bundesdeutschen Kliniklandschaft gegen die geplante Krankenhaus-Reform ein. Höhepunkt der Kampagne soll ein „Krankenhausaktionstag“ am 23. September 2015 sein, bei dem gleichzeitig vor dem Brandenburger Tor in Berlin und den zahlreichen Krankenhäusern in ganz Deutschland Kundgebungen stattfinden. Ob das hilft, das KHSG nachhaltig zu verändern bzw. ganz zu stoppen, muß abgewartet werden. Die schwarz-roten Gesundheitspolitiker scheinen vorerst nicht die Absicht zu haben, am KHSG viel zu ändern. Der zuständige Bundestagsgesundheitsausschuß lud bereits für den 7. September 2015 die Verbände und Experten zur Anhörung in das Hohe Haus an der Spree ein. Man scheint in Berlin und in den Landeshauptstädten gewillt zu sein, das Gesetz wie vorgesehen über die parlamentarischen Hürden zu hieven. Und damit das finanzielle Desaster in so mancher Einrichtung anzufeuern. Den Rest dürfte der „Markt“ richten. Das kann man aus den Recherchen der A+S-Redaktion für die kommenden A+S-Klinik-Rankings und den dadurch erhobenen Zahlenvergleichen 2008 – 2013 herauslesen. Denn die finanziellen Probleme der mittleren größeren Konzerne sind vielfach nicht neueren Datums. Und was für die Unternehmensgruppen gilt, dürfte für so manches, von einem Einzel-Träger unterhaltenes Haus gelten. Denn ein Marktaustritt kommt nicht von heute auf morgen, Schlendrian und die Folgen falscher Richtungsentscheidungen zeigen sich oft erst nach Jahren.

In der kommenden Woche legt die A+S-Redaktion ihr neuestes A+S-Ranking der 25 größten pri-vaten Klinik-Konzerne vor. Die Zahlenreihen reichen zwar nur bis 2013 und berücksichtigen damit nicht die Übernahme der meisten RHÖN-Kliniken durch die Kronberger FRESENIUS S.E. im ver- gangenen Jahr. Die FRESENIUS-Tochter HELIOS Kliniken GmbH wurde damit zum unangefochtenen Marktführer in Deutschland. Und der Übernahme-Appetit der Kronberger ist immer noch nicht gestillt. Aber die über sechs Jahren reichenden wirtschaftlichen Fakten und Daten des A+S-Rankings reichen aus, um Trends zu erkennen. Fakt dürfte sein: Nur die wirklich großen Ketten wachsen, bei den mittleren und kleinen verändern sich nur die Daten ins Negative oder minimal ins Positive – heftiges Wachstum im Sinne der betriebswirtschaftlichen Lehrmeinung findet und fand nicht statt. Über die Jahre gesehen mauserten sich so HELIOS, Asklepios, AMEOS, SRH. Bei den mittleren Gruppen konnten sich einige sehr gut konsolidieren, weil sie sich spezialisierten oder sich auf einen regionalen Markt konzentrierten. Und: Man kann kaum davon reden, daß sich die 25 Unternehmen wenig um ihr Personal kümmern. 13 von 25 weisen in diesem Bereich im Vergleich Wachstumsraten in zweistelliger Höhe aus.

Höchst spannend dürfte für die an wirtschaftlichen Daten und Fakten interessierten A+S-Leser-innen und -Leser die Lektüre der betreffenden Passagen sein. In erster Linie vor allem die entstan-denen Lücken, die aufgrund einer gewissen Verweigerungshaltung so manchen in privater Hand befindlichen Konglomerates gerissen wurden. Wenn es finanziell eng wird oder man in die Miesen rutscht, dann ducken sich so manche Entscheidungsträger in der Gesundheitswirtschaft vor der Öffentlichkeit gerne weg. Legen noch nicht einmal pünktlich ihre Zahlen im Bundesanzeiger offen, wandern mit dem Sitz ins Ausland aus und verweigern letztendlich auch der A+S-Redaktion gegenüber die Auskunft. Die A+S-Redaktion wird immer dann mißtrauisch, wenn in guten Jahren Daten und Fakten publiziert werden dürfen und dann plötzlich jegliche Auskunft und Einsicht ver- weigert wird. Namen nennt die A+S-Redaktion an dieser Stelle nicht, diese kann man schwarz auf weiß den Ranking-Seiten entnehmen.

Bleiben wir also bei den Winnern! Daß der zentral mit strenger Hand geführte HELIOS-Konzern z.B. bei der EBIT-Marge stets vorne liegt, verwundert nicht. Die von einer Matriarchin verschwiegen geführte Heidelberger SCHMIEDER-Gruppe kann angesichts ihres konstanten hohen Niveaus jedoch locker mithalten. Die im Besitz von ausländischen Investoren befindliche MEDIAN-Gruppe sorgt hingegen für Spekulationen. Einige andere mittlere Klinik-Gruppen dürften erhebliche finanzielle und strukturelle Schwierigkeiten haben, ob ihnen in 2014 eine Wende gelang, muß man abwarten. Aus den erhobenen EBIT- und EBITDA-Daten vermeint man schon jetzt mindestens drei potentielle Übernahme-Kandidaten (MARTERNUS, AHG und Eifelhöhen) zu erkennen. Da sich diese Gruppen aber mehrheitlich im Familienbesitz befinden bzw. sich neue Großaktionäre über die Börse einkauften, muß es jedoch nicht zu Mergern oder Akquisitionen kommen.