A + S Aktuell - Ausgabe 37 - 2023

Hersteller MCB-Verlag

Artikel-Nr.: SW10566

 

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Produktinformationen "A + S Aktuell - Ausgabe 37 - 2023"

„Ich bitte um das Wort!“:
Beratungsleistungen: „Darf’s auch ein bißchen weniger sein?“

(A+S 37 – 23) Über „Fluch“ und Segen von Unternehmensberatungen wird nicht nur im bundesdeutschen Gesundheitswesen heftig debattiert. Vor allem von den Mitarbeitenden, wenn Heerscharen von Externen in ein Unternehmen oder eine Körperschaft „einreiten“. Es ist zwar bekannt, daß die zuständigen Entscheidungsträger auf Grund der Hektik des Alltagsgeschäftes bei Pro-blemlösungen manchmal den „Wald vor lauter Bäumen nicht sehen“. Aber das tradierte Beratungs-instrumentarium der Externen findet nicht immer Anklang. Daß es auch anders geht, zeigt der Vorstandssprecher der 1998 gegründeten Würzburger Beratungsgesellschaft Pentadoc AG, Joachim Adam (57), auf. Er erläutert einen in Jahrzehnten gewonnenen Ansatz, bei dem die verabreichte „Dosierung“ stimmen muß, um in „sehr spezialisierten Mengen“ paßgenau bei so beratenden Kunden und dessen Mitarbeitenden optimal anzukommen. Mit der A+S-Meinungsrubrik „Ich bitte um das Wort!“ erhalten Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger im Gesundheitswesen die Möglichkeit, statt in Interviews mittels „Namensbeitrag“ zu aktuellen Themen Stellung zu beziehen.

Kommentar zur Gesundheits- und Sozialpolitik:
Lauterbach: „Ritter von der traurigen Gestalt“ oder sogar Bettvorleger?

(A+S 37 – 23) Am 13. September 2023 schleuste SPD-Bundesgesundheitsminister Prof. Dr. med. Dr. sc. (Harvard) Karl W. Lauterbach MdB (60) das von ihm inaugurierte „Krankenhaustransparenzgesetz“ durch das Bundeskabinett. Und er versuchte wieder einmal nonchalant, mit diesem Vorhaben die Medien zu dominieren. Das gelang nur teilweise. Denn diese appor- und transportierten nicht mehr mehrheitlich brav das so präsentierte „Stöckchen“. Auch weil sie kaum merken (wollen), daß der Minister völlig allein und verlassen auf der Rostra der Bundespressekonferenz herab und eigentlich an seinen Rezipienten vorbei doziert (vgl. Beitrag in dieser A+S-Ausgabe). Denn es geht ja nicht um die seit Wochen erwartete „Krankenhausreform“. Die offenbar erst nach den Urnengängen in Bayern und Hessen ab dem 9. Oktober 2023 konsensfähig sein dürfte – wenn überhaupt, so „festgefahren“ wie die Diskussionen sein sollen. Letztendlich kaschieren alle Vorgänge in Berlin nur eines: Für den einst als „Star des Medien-Boulevards“ und der Bevölkerung hochgelobten Gesundheitsökonomen besteht die Gefahr, in der gesundheitspolitischen Geschichte als „Ritter von der traurigen Gestalt“ oder sogar als gesundheitspolitischer „Bettvorleger“ zu en-den. Denn bei den wichtigsten Vorhaben wie z.B. der besagten Krankenhausstrukturreform oder gar der nachhaltigen Sicherung der Finanzen der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) dürfte er sich bereits spürbar „verzockt“ haben. Populistische „Ankündigungen“ reichen auch im 21. Jahrhundert halt immer noch nicht, um in der Hauptstadt zu reüssieren.

Gesundheits- und Sozialpolitik / eHealth:
gematik bald führungslos? Ozegowski ohne Nachfolgeplan für Leyck Dieken

(A+S 37 - 23) Die Personalnachricht war in den gesundheitspolitischen Kreisen Berlins seit länge-rem erwartet worden. Nur nicht die unsäglichen Begleitumstände. Am Mittag (genau um 13.04 Uhr) des 13. September 2023 ploppte bei den Gesellschaftern der hauptstädtischen gematik GmbH ei-ne Mail auf. Absenderin war die Leiterin der Abteilung 5 „Digitalisierung und Innovation“ des Bundesgesundheitsministeriums (BMG), Dr. rer. medic. Susanne Ozegoski (40). Sie teilte mit, daß sie wenigstens eines ihrer beruflichen Ziele erreicht habe. Am 12. September 2023 habe sie gemeinsam mit dem seit 2019 amtierenden gematik-Geschäftsführer Dr. med. Markus Leyck Dieken (58) dessen „Aufhebungsvertrag“ unterzeichnet. „Im besten gegenseitigen Einvernehmen“ scheide er am 31. Dezember 2023 aus seiner Funktion, so ist es in dem der A+S-Redaktion vorliegenden BMG-Rundschreiben zu lesen. Ihr Ziel erreichte die Staatsdienerin. Allerdings: Ohne offenbar bis heute eine Nachfolgelösung parat zu haben. Ab Jahresbeginn 2024 dürfte die gematik – bis zur Umformung in eine bundeseigene Behörde und EU-konforme Digital-Agentur – relativ führungslos dahin dümpeln.

Ärzte:
Schiedsamts-Entscheidung sorgt für riesigen Verdruß

(A+S 37 – 23) Die aktuell herrschenden „Granden“ der Vertragsärzteschaft können nur durch ihre Vertreterversammlungen (VVen) gestürzt – also abgewählt – werden. Es ist zu vermuten, daß die-ses nicht passiert. Aber der Verdruß der Basis ist riesig: Am 13. September 2023 akzeptierten die führenden Vertreter der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) und des Spitzenverbandes Bund der Krankenkassen (GKV-SV) einen Spruch des von beiden Seiten angerufenen Schieds-amtes, also des so genannten Erweiterten Bundesausschusses (eBA). Dieser sieht für 2024 eine Erhöhung des so genannten Orientierungswertes (OW) um 3,85 Prozent auf 11,9339 Eurocent vor. Angesichts einer weiterhin anhaltenden Inflation, steigender Betriebs- und Personalkosten empfindet so mancher Niedergelassene dieses Ergebnis als „Schlag ins Gesicht“. Zumal durch die Akzeptierung ein Gang vor das zuständige Landessozialgericht (LSG) ausgeschlossen sein dürfte. Zum Wortführer der mit der KBV-Führung Unzufriedenen machte sich am 14. September 2023 der Vorsitzende von Virchowbund und Spitzenverband Fachärzte Deutschland (SpiFa), der Hamburger HNO-Arzt Dr. med. Dirk Heinrich (64). In einer Art von medialer Philippika forderte er die Körperschaften auf, endlich in den „Aktions-Modus zu schalten“, damit sich die Vertragsärzteschaft wehren könne.

Personalia:

1. LÄK Hessen nun mit Führungstrio
2. Lichtenau: Honsel landet wieder in Nordhessen
3. HELIOS Kliniken: Internist übernimmt urplötzlich Chefsessel
4. BKK WIRTSCHAFT & FINANZEN erhält Vorständin
5. DKV Kranken AG führt demnächst eine Frau als Vorstandsvorsitzende