A + S Aktuell - Ausgabe 42 - 2014

Hersteller MCB-Verlag

Artikel-Nr.: SW10144

 

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Produktinformationen "A + S Aktuell - Ausgabe 42 - 2014"

Gesundheits- und Sozialpolitik:
Gröhes Gesetzesmaschinerie I: Pflege-WGen und anderes

(A+S 42 – 14) Wieder einmal scheint eine Art von „Schnellschuß-Gesetzgebung“ Konjunktur in Berlin zu haben. Schon zu Bonner Zeiten wußte man, daß kein Gesetzentwurf den Bundestag verläßt ohne nachhaltig von den Abgeordneten „bearbeitet“ worden zu sein. Doch mittlerweile nimmt auch im Bundestagsausschuß für Gesundheit die Tendenz überhand, kurz vor Tores Schluß am vorliegenden Entwurf gravierende Änderungen vorzunehmen. Lobbyisten mögen dieses Verfahren in der Regel gar nicht, weil sie nie wissen können, ob die von ihnen vorgetragenen Wünsche nun berücksichtigt wurden oder nicht. Erst ein Blick in die jeweilige „Beschlußempfehlung“ des federführenden Parlamentsgremiums gibt den Auguren die Gelegenheit, den letzten Stand der Erkenntnis der Gesetzesschmiede zu erlangen. In diesem Sinne verfuhr man in der Hauptstadt auch mit der ersten Stufe der geplanten Pflegereform. Am 15. Oktober 2014 schloß der Gesundheitsausschuß seine Beratungen ab, am 17. Oktober 2014 dürfte das Plenum ohne Wenn und Aber dem Gesetz seinen Segen geben.

Gröhes Gesetzesmaschinerie II: Ärzte warnen vor dem „Untergang des Abendlandes“

(A+S 42 – 14) Eigentlich hätte die verfaßte Vertragsärzteschaft wissen müssen, was so alles durch das Versorgungsstärkungsgesetz II geregelt werden soll. Denn die vorgesehenen Details standen nicht nur im schwarz-roten Koalitionsvertrag, die Beamten des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) richteten sich auch an die Vorgaben der führenden Politiker um CDU-Ressortchef Hermann Gröhe MdB (53). Und spätestens nach der Lektüre des am 8. Oktober 2014 durchgesickerten ersten Arbeitsentwurfes hätten sie wissen müssen, was ihnen blüht. Doch der ärztliche „Shitstorm“ brach erst nach dem 13. Oktober 2014 los als der endgültige Referentenentwurf des BMG das Licht der Welt erblickte. Es waren nicht so sehr die „Terminservicestellen“, die die Mediziner auf die Palme brachten, sondern ganz andere Passagen.

Krankenhäuser:
Heuschrecken“ vollziehen Milliarden-Deal mit MEDIAN

(A+S 42 – 14) Kurz vor Redaktionsschluß erreichte die A+S-Redaktion die Nachricht, daß einer der größten Klinikbetreiber in Deutschland, die MEDIAN Kliniken GmbH & Co. KG mit Sitz in Berlin, für knapp 1 Mrd. € den Besitzer wechseln wird.

Gesetzliche Krankenversicherung:
Schätzerkreis legte Benchmark für GKV-Beitragssätze 2015 fest.

(A+S 42 – 14) Spätestens nach Verabschiedung des FQWG in diesem Jahr war klar: Ab dem 1. Januar 2015 werden die Beitragssätze der dann noch existierenden rund 125 Krankenkassen in Deutschland deutlich differieren. Wie hoch die individuellen „Zusatzbeiträge“ der Körperschaften ausfallen werden, das entscheiden die Verwaltungsräte der Kassen in den kommenden Wochen. Die „Benchmark“ dafür legte am 15. Oktober 2014 der beim Bonner Bundesversicherungsamt (BVA) angesiedelte Schätzerkreis fest. Er schlug dem Bundesgesundheitsministerium (BMG) vor, den so genannten durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) im Jahr 2015 bei 0,9 Prozent festzulegen.

Personalia:
1. Wilhelmshaven: Turbulenzen um neuen Klinikchef
2. Städtisches Klinikum München bleibt weiter in den Schlagzeilen

Verlagsmitteilung:
„A+S aktuell“: Nicht verharren, sondern modernisieren

(A+S 42 – 14) Seit über drei Jahrzehnten erscheint der gesundheitspolitische Hintergrunddienst „A+S aktuell – Ambulant und Stationär aktuell“. Fundierte, qualitativ hochwertige wie auch investigative Beiträge erwarten die A+S-Leserinnen und -Leser mittlerweile Woche für Woche. Nicht immer zur Freude des einen oder anderen von den A+S-Beiträgen „Betroffenen“. Das Grundkonzept der Berichterstattung haben Verlag und A+S-Redaktion seit 1978 mehr als einmal evolutionär verändert, um sich den jeweils aktuellen Herausforderungen im „Markt“ zu stellen. Denn bis 2009 lag der A+S z.B. nur alle 14 Tage auf den Tischen der Entscheidungsträger. Zu den Veränderungen gehörte auch die zunehmende digitalisierte Verbreitung der A+S-Inhalte. Noch im Jahr 2014 will die MC.B Verlag GmbH das erste eBook mit den Inhalten der bisher eingeführten Verlagsprodukte publizieren. Das gilt vor allem für die A+S-Krankenhaus-Rankings.

Verkündet ein Verlag in dieser Zeit derartigen Neuerungen, befürchten Abonnenten meist gleich eine um-gehende Erhöhung der Bezugsgebühren. Darauf verzichtet die MC.B Verlag GmbH aktuell – es gelten die seit dem 1. Februar 2014 für Neu-Abonnenten geltenden Sätze (vgl. Impressum). Das heißt: Für Bestandskunden gelten diese Sätze erst ab 1. Januar 2015. Die treuen A+S-Abonnenten genossen daher seit dem 1. Januar 2010 die A+S-Preisstabilität. Etwas, das die meisten Wettbewerber des „A+S“ nicht einzuhalten vermochten, schon gar nicht die deutschen Leitmedien. Der „A+S“ tritt traditionell als weitgehend anzeigenfreie Publikation auf – das soll auch weiterhin so bleiben. Nur ab und an versucht die Verlagsleitung es mit Ak-tionen, von denen sie meint, daß sie für die Leserschaft von Interesse sein könnten.

Dokumentation:
Krankenhausplanung: vdek will mehr Einfluß von Bund, G-BA und Kassen

(A+S 42 – 14) Bekanntlich stocken die Beratungen der Bund-Länder-Arbeits-gruppe zu Krankenhausreform. Die politischen Positionen der Beteiligten liegen zu weit auseinander. Ob es je gelingt, sinnvolle und für den weiteren Bestand der deutschen Kliniklandschaft ertragreiche Lösungen zu entwickeln, darf man aktuell bezweifeln. Es steht zu vermuten, daß sich die Akteure kurz vor Weihnachten 2014 in letzter Minute wieder einmal auf so genannte „faule Formelkompromisse“ einigen, die sich trippelschrittartig bewegen, nur um etwas präsentieren zu können. Der Mut zum „großen Wurf“ fehlt aktuell. Dabei liegen in ausreichender Zahl Vorschläge aus dem Gesundheitswesen zur Re-form des stationären Sektors vor. Als eine der ersten Interessengruppen entwickelte der Ersatzkassenverband vdek „Positionen zur Krankenhausplanung 2014“. Doch beachtete man die teilweise weitreichenden Vorschläge der sechs in diesem Verband zusammengeschlossenen Kassen in der Öffentlichkeit viel zu wenig. Dabei machte man sich am Askanischen Platz in Berlin nicht nur Gedanken über die künftigen Verantwortungsstrukturen im stationären Bereich, sondern auch über die inzwischen so hochgelobte „Qualität“.

Wir dokumentieren das vdek-Papier im vollen Wortlaut.