A + S Aktuell - Ausgabe 46 - 2015

Hersteller MCB-Verlag

Artikel-Nr.: SW10197

 

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Produktinformationen "A + S Aktuell - Ausgabe 46 - 2015"

Ärzte:
GOÄ-Drama: Wie „unbefangen“ agieren Kammerpräsidenten?

(A+S 46 – 15) Der aktuelle Sachstand bei den Verhandlungen der Bundesärztekammer (BÄK) mit dem PKV-Verband und der Beihilfe zur Novellierung der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) ent- wickelt sich zu einem echten wie peinlich anmutenden Drama. Erst nachdem aus Kreisen der völlig verärgerten Zahnärzteschaft wichtige Details aus den Entwürfen durchgesickert waren (vgl. A+S 45 – 15, S. 2ff.), bequemte man sich in der Berliner Wegelystraße gegenüber der künftigen „betroffenen“ Ärzteschaft offensiver zu agieren. Schon das ging schief, denn nach den ersten Blicken in das neue GOÄ-Konstrukt prasselte ein verbaler „Shitstorm“ über der Arbeitsgemeinschaft der Landesärztekammern herab. Nicht nur der mächtige Berufsverband der Internisten (BDI), sondern auch der Spitzenverband Fachärzte Deutschland (SpiFa) forderte aus „Gründen der angemessenen Transparenz“ die Einberufung eines außerordentlichen Deutschen Ärztetages. Das wäre ein Novum in der BÄK-Geschichte, denn derartige Sonder-Things berief man seit 1948 nur ein, wenn politisch der Ärzteschaft Gefahr drohte. Jetzt aber geht es „nur“ um Geld! An der notwendigen Transparenz scheint es in den letzten Jahren bei der BÄK gemangelt zu haben. Peu à peu gelangen Einzelheiten ans Tageslicht, die kein positives Licht auf die Akteure werfen, sondern die Zustände eher in die Nähe von FIFA/DFB rücken.

Union bricht Gesprächs-Kontakt zur KBV ab – Gassen verheddert sich

(A+S 46 – 15) Die nächste, sogar ordentliche Vertreterversammlung (VV) der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) ist für den 4. Dezember 2015 anberaumt. Eigentlich arten diese Veranstaltungen meist in „Show-Times“ für die beiden Vorstände aus, wenn sie mit Hilfe der üblichen Rechenschaftsberichte versuchen Erfolge hochzujubeln. Da war zumindest in der Vergangenheit der Fall. Doch der im Berliner Maritim Grand Hotel angesetzte Ärzte-Thing dürfte dieses Mal anders ausfallen. Die KBV-interne Opposition wird voraussichtlich rhetorisch schäumen und die Debatten im kühlen Hotelsaal in eine andere Richtung zu lenken versuchen. Denn am 6. November 2015 brach die Union – vorerst – offiziell den Gesprächskontakt zur KBV ab. Das geht aus ei- nem Schreiben der gesundheitspolitischen Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Maria Michalk MdB (66), an die beiden KBV-Vorstände hervor, das der A+S-Redaktion vorliegt. Damit dürften die Meininger „Mobbying-Queen“, Regina Feldmann (62), und der politische Laienspieler aus Düsseldorf, Dr. med. Andreas II. Gassen (53), auf absehbare Zeit in der bundesdeutschen Gesundheitspolitik jeglichen Kredit verspielt haben. Die Auswirkungen auf die Vertragsärzteschaft könnten im verbleibenden Rest der Legislaturperiode unabsehbar sein, wenn sie sich nicht in einer Katastrophe enden.

Gesetzliche Krankenversicherung:
Mitgliederentwicklung: Bei den Verlierern kann es nicht nur die Sterbequote sein

(A+S 46 – 15) Über 54 Mill. Mitglieder, das bedeutete börsentechnisch gesprochen einen erneuten Mitgliederrekord für die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV). Zum Stichtag 1. Oktober 2015 erreichte die GKV damit wieder ein neues Allzeit-Hoch und durchbrach eine wichtige Schallmauer (vgl. A+S 45 – 15, S. 6ff.). Und der Rekordwert vom 1. Juli 2015 mit damals 53.555.574 GKV-Mitgliedern wurde nochmals per Saldo um rund 460.000 Mitglieder getoppt. In nur drei Monaten! Seit Jahresbeginn 2015 legte die GKV per Saldo um 760.000 Mitglieder zu. Bei so hohen Zuwächsen könnte man meinen, daß sich alle 123 noch existierenden Krankenkassen per Saldo bei ihren Mitgliedern und Versicherten im Plus liegen müßten. Weit gefehlt, es gibt zwar viel „Licht“, aber auch bedenkliche Entwicklungen. Das geht aus den neuesten dfg-GKV-Rankings zum Stich-tag 1. Oktober 2015 des gesundheitspolitischen Hintergrunddienstes „dfg – Dienst für Gesellschaftspolitik“ vom 12. November 2015 hervor. Der „dfg“ veröffentlicht seit über zehn Jahren vierteljährlich die Mitglieder- und Versichertenentwicklung aller Krankenkassen.

Gesundheitswirtschaft:
Nicht nur die C&A-Eigentümer greifen nach Gesundheitsdienstleistern

(A+S 46 – 15) „Mittelbarer Kontrollerwerb“ heißt das kartellrechtliche Zauberwort, wenn sich ein Konzern bei einem mittelständisch strukturierten Unternehmen einschleicht. Man erwirbt nur 25 bis 50 Prozent der Anteile, erhält aber durch diesen „Einstieg“ nicht nur Einblick in die Branche, sondern auch schon erheblichen Einfluß auf die jeweiligen Gesellschafter- oder Aktionärsversammlungen. Die bundesdeutsche Gesundheitswirtschaft gehört zu den ökonomischen Bereichen, die hohe Zuwachsraten versprechen. Kein Wunder, wenn sich zunehmend auch internationale „Heuschrecken“ wie Private Equity Fonds oder Family Offices dafür interessieren. Ihre Suche begonnen haben sie schon seit längerem, so manches Investment vor allem im stationären Sektor folgte. Diese Tendenz dürfte bald zunehmen. Daher dürfte sich durch einen Kontrollerwerb von Anteilen an Familienunternehmen der bundesdeutsche Gesundheitsmarkt in absehbarer Zeit nachhaltig verändern. Schließlich verabschiedet sich in diesem Jahrzehnt so mancher Entrepreneur Schritt für Schritt aus dem Berufsleben und möchte die Zukunft seines Unternehmens sichern oder aber nur „Kasse machen“. Zwei Anmeldungen beim Bundeskartellamt (BKartA) aus dem November 2015 lassen daher aufhorchen.

Personalia:

1. CDA: Laumann stärkt seine innerparteiliche Machtbasis
2. Apothekervereine setzen auf Kontinuität
3. RHÖN richtet Vorstand neu aus
4. Boehringer Ingelheim baut Unternehmensspitze um
5. Österreich: Unternehmerin für die Führung der Selbstverwaltung

Terminvorankündigungen:

(A+S 46 – 15) Die MC.B Verlag GmbH weist auf drei Veranstaltungen hin, die von den Mitarbeitern der MC.B-Firmengruppe organisiert werden:

–    Die 8. Gala zur Verleihung der dfg Awards® 2016 findet am 2. Juni 2016 in Hamburg statt.
–    Auch die 9. Gala zur Verleihung der dfg Awards® 2017 ist bereits terminiert. Sie wird voraus-sichtlich am 8. Juni 2017 in Hamburg stattfinden.

Auch von der MC.B Beauty GmbH und ihrem Simones Beauty-Team gibt es neue Nachrichten. Sie fungieren als „Unterstützer des Bundespresseballs 2015“ und bereiten sich daher auf den 27. November 2015 vor. Dann soll im Berliner Kempinski Hotel ADLON der 64. Bundespresseball stattfinden. Die Teams der von den dfg-Galas bekannten Coiffeuse Simone und von Star-Visagist Jörg Schönberg kümmern sich an diesem Abend mit Sportphysiotherapeut Markus Frey und seinen Mitarbeitern im ADLON SPA um die Wellness-Belange der rund 2.300 Ballgäste.