A + S Aktuell - Ausgabe 23 - 2023

Hersteller MCB-Verlag

Artikel-Nr.: SW10554

 

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Produktinformationen "A + S Aktuell - Ausgabe 23 - 2023"

Kommentar zur Gesundheits- und Sozialpolitik:
Wie man zum politischen „Bettvorleger“ denaturieren kann

(A+S 23 – 23) Mit einem gewissen Unwillen designierte der amtierende SPD-Bundeskanzler Olaf Scholz MdB (64) im Dezember 2021 einen Bundesgesundheitsminister, nur weil es damals die Bevölkerung und die Boulevard-Medien „so wollten“. Mittlerweile wird man den Eindruck nicht los, daß sich der einst so hoch gelobte Prof. Dr. med. Dr. sc. (Harvard) Karl W. Lauterbach MdB (60) zu einem politischen „Bettvorleger“ entwickelt. Vor allem, weil er seine unzähligen wie vollmundigen Wortspenden gegenüber den Medien nicht einzulösen vermag. Die negativen Beispiele häuften sich in der jüngsten Vergangenheit. Der Kölner Gesundheitsökonom scheint die Auswirkungen seiner Ankündigungen nicht richtig eingeschätzt zu haben. Im per se schon relativ instabilen „Ampel“-Kabinett gerät er mehr und mehr in einen „problematischen Sektor“. Sprich: Wenn er so weiter agiert, dann denaturiert er zu einem „Belastungsposten“ der Regierung.

Gesundheitshandwerker / Ersatzkassen:
Zahntechniker: Wenn der Spaltpilz wirkt

(A+S 23 – 23) Wie bei den akademischen Heilberufen, so ist auch die berufspolitische Welt bei den Gesundheitshandwerkern zweigeteilt. Die regionalen Handwerkskammern (mit Zwangsmitgliedschaft) kümmern sich vornehmlich um ethische und Ausbildungsfragen. Für den wirtschaftlichen Teil sind die Zusammenschlüsse der Betriebsinhaber zuständig. Also die ebenfalls als Körperschaften operierenden Innungen. In die jeweilige Innung kann man eintreten, es aber auch sein lassen. Und manchmal lehnen die regionalen Körperschaften sogar eine Mitgliedschaft ab. Mitten in die Schluß-phase der Sozialwahlen platzte am 30. Mai 2023 die Nachricht, daß der mittlerweile in Berlin domizilierende Verband Deutscher Zahntechniker-Innungen (VDZI) dabei ist, sich selbst zu atomisieren. Das könnte Auswirkungen auf die neue Zusammensetzung der Selbstverwaltung von Deutschlands größte Krankenkasse, die Hamburger Techniker Krankenkasse (TK), haben.

Gesundheitswirtschaft / eHealth:
Wenn Ertragsträume sich in Luft auflösen

(A+S 23 – 23) Ein Blick in die Geschichte der Technik zeigt: Deutschland war und ist eigentlich ein Land der „Erfinder“ und Erneuerer. Auch wenn sie bei der „Vermarktung“ der Innnovationen meist ausländischen Konzernen – vorwiegend aus unternehmerischen Ungeschick oder mangels Geld – das Feld überlassen müssen. Das gilt eigentlich auch für digitale Anwendungen und Formen für die Versorgung der Bevölkerung. Kein Wunder, wenn ab den Generationen X und Y immer wieder junge Erfinder und Unternehmer versuchten, mit ihren Produkten den deutschen „Markt“ zu erobern. Doch so mancher Umsatz- und Ertragstraum löste sich in den vergangenen Jahren buchstäblich in Luft auf. Und führte mittlerweile sogar zu Insolvenzen. In ihrer juristischen Naivität hatten die Entrepreneurs nämlich teilweise völlig vergessen, daß man einen recht langen und steinigen Weg zu-rücklegen muß, um an die finanziellen „Futtertöpfe“ im Gesundheitswesen zu gelangen. Einigen gelang der einfachere wie erfolgreichere Weg ins Ausland. Dort herrschen weniger Restriktionen, Hürden und Klippen, um seine Erträge von der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu lukrieren.

Ortskrankenkassen / eHealth:
AOK Systems: Das „Systemhaus“ soll umgebaut werden

(A+S 23 – 23) Der 28. Juni 2023 dürfte für die elfköpfige AOK-Gemeinschaft ein wichtiger und vermutlich kostenträchtiger Tag werden. Auf der Tagesordnung des so genannten „erweiterten Vorstandes“ (EVS) der Berliner AOK Bundesverband GbR tauchen Vorschläge einer Arbeitsgruppe auf, wie man das Bonner „Systemhaus“ der Körperschaften, die Bonner AOK Systems GmbH, umbauen und auf neue Füße stellen könnte. Gleichzeitig ist wohl vorgesehen, daß sich das so genannte „grüne Lager“ der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) endgültig von seiner erst im Jahr 2016 beschlossenen „IT-Strategie“ verabschiedet. Die Diskussionen der AOK-Granden sind begleitet von internen Protesten betroffener Arbeitnehmer und ihrer Vertretungen. Was verständlich ist. Und: So einig wie noch vor 15 Jahren scheint man sich ebenfalls nicht mehr zu sein. Das „letzte Wort“ für den Mill. €-schweren Prozeß scheint daher noch nicht gesprochen zu sein.

Sicherheitslücken: Nun hat es auch das „grüne Lager“ erwischt

(A+S 23 – 23) Gut einen Monat vor den für das so genannte „grüne Lager“ der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) so wichtigen Beschlüssen über die Zukunft ihres „Systemhauses“, der Bonner AOK Systems GmbH (vgl. Beitrag in dieser A+S-Ausgabe), „erwischte“ am 2. Juni 2023 auch die Ortskrankenkassen ein IT-GAU. Der Angriff soll nach Insiderinformationen in den U.S.A. statt-gefunden haben und basierte angeblich auf einer Sicherheitslücke in der Software einer von vielen Firmen und Institutionen genutzten Software. Er hatte aber wohl nicht nur in den Staaten erhebliche Auswirkungen. Im AOK-Lager waren drei der vier Rechenzentren betroffen wie auch die AOK Bundesverband GbR. Von dort versicherte man erneut am 6. Juni 2023, daß aller Voraussicht nach keine sensiblen Sozialdaten abgeflossen seien. Dafür war aber der Datentransfer der acht invol-vierten Kassen mit Leistungserbringern, Firmen und der Bundesagentur für Arbeit (BA) erheblich gestört.

Personalia:

1. BAS: Stühlerücken auf den zweiten Führungsebenen
2. BVPG setzt auf Kontinuität
3. DRV Bund baut Kommunikation um
4. BKK Wirtschaft & Finanzen: Rätselraten um Vorstand
5. Prof. Dr. med. Dr. h.c. mult. Harald zur Hausen (1936 – 2023)